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Viele kennen das: Plötzlich ist die Stimme weg, der Hals kratzt und beim Schlucken fühlt es sich etwas komisch an.

Meistens steckt nichts Ernstes dahinter und die Symptome verschwinden nach kurzer Zeit wieder. Aber manchmal bleiben solche Beschwerden länger als gedacht.

Und genau dann ist es wichtig, einmal genauer hinzuschauen.

Kommt Ihnen das bekannt vor?

  • Sind Sie häufiger heiser als sonst?
  • Haben Sie ein Kratzen im Hals, das über längere Zeit einfach nicht weggeht?
  • Fühlt sich das Schlucken manchmal irgendwie anders an?

Beschwerden im Hals- und Rachenbereich sind oft harmlos. Wenn sie jedoch über mehr als drei Wochen andauern, sollte sich das eine Ärztin oder ein Arzt einmal anschauen, z.B. Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt oder eine HNO-Ärztin bzw. ein HNO-Arzt.

Denn in seltenen Fällen können diese Beschwerden auch ein Hinweis auf einen Kopf-Hals-Tumor sein, zum Beispiel im Rachen, am Kehlkopf oder in der Mundhöhle.

Gerade weil die Symptome oft unspezifisch sind, werden sie manchmal mit harmlosen Beschwerden verwechselt, zum Beispiel mit einer Erkältung oder einer vorübergehenden Heiserkeit. Dadurch bleiben Kopf-Hals-Tumore häufig lange unbemerkt. Werden sie jedoch früh erkannt, ist die Prognose meist sehr gut. Daher ist es hilfreich, typische Symptome zu kennen und einordnen zu können. Dabei kann folgende Regel bei der Früherkennung helfen.

Auf welche Symptome im Kopf-Hals-Bereich sollte ich achten?

Um die Symptome besser einordnen zu können, gibt es laut Experten eine einfache Merkhilfe, die sogenannte „1-für-3-Regel“: Man sollte zum Arzt gehen, wenn eine dieser Beschwerden länger als drei Wochen besteht.

  • Wunden im Mund oder der Zunge, rote und/oder weiße Flecken im Mund
  • hartnäckige Heiserkeit
  • Halsschmerzen
  • einseitig verstopfte Nase und/oder blutige Absonderungen
  • schmerzhaftes oder erschwertes Schlucken
  • Fremdkörpergefühl im Rachen oder Hals
  • Ohrenschmerzen

Auch beispielsweise bei Schmerzen beim Sprechen oder länger bestehendem Mundgeruch sollten Sie Ihre Ärztin oder Ihren Arzt aufsuchen, insbesondere, wenn diese Symptome länger anhalten.

Selbstverständlich sollten Sie auch früher ärztlichen Rat einholen, wenn Sie sich unsicher fühlen oder Beschwerden Sie beunruhigen. Gehen Sie außerdem nach Möglichkeit zweimal im Jahr zu Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt und lassen Sie auch die Mundschleimhäute untersuchen.

Informieren Sie sich zu weiteren möglichen Symptomen bei Kopf-Hals-Tumoren.

Erfahrungsbericht: Eine persönliche Geschichte von Dirk, die Mut macht

Gerade weil die Symptome oft unspezifisch sind, werden sie manchmal übersehen oder nicht weiter beachtet. Dabei kann eine frühzeitige Erkennung die Heilungschancen deutlich verbessern. 

„Mein Gestern hat mir ein Morgen ermöglicht.“

Zitat Dirk Rohde

Dirk Rohde ist Motorradpolizist im Ruhestand. Vor ein paar Jahren spürte er, dass etwas nicht stimmte und ließ einen Knoten am Hals frühzeitig abklären. Heute weiß er: Genau das hat ihm das Leben gerettet.

In diesem Video erzählt Dirk Rohde, wie er Veränderungen bei sich wahrgenommen und ernst genommen hat. Seine Geschichte zeigt, wie wichtig es sein kann, auf den eigenen Körper zu achten – ohne Panik, aber auch ohne zu lange zu warten.

Dirk Rohde erzählt seine persönliche Geschichte und berichtet, wie die frühzeitige Diagnose sein Leben gerettet hat.

Was soll ich tun bei Beschwerden im Kopf-Hals-Bereich?

Erkennen Sie eines oder mehrere der oben genannten Symptome bei sich wieder? Halten Ihre Beschwerden bereits mehr als drei Wochen an?

Dann sprechen Sie mit Ihrer Hausärztin bzw. Ihrem Hausarzt oder machen Sie einen Termin bei Ihrer Zahnärztin/Ihrem Zahnarzt oder Ihrer HNO-Ärztin bzw. Ihrem HNO-Arzt. Zur Vorbereitung auf das Gespräch kann eine kurze Checkliste hilfreich sein.

Gut vorbereitet zum Arzttermin

Damit Sie nichts vergessen, schauen Sie sich die Checkliste vorher in Ruhe an und notieren Sie sich Ihre Antworten – auf dem Handy oder ausgedruckt. Das dauert nur etwa eine Minute.
Bitte denken Sie daran: Die Checkliste dient zur Vorbereitung auf das Arztgespräch und ersetzt keine ärztliche Beratung oder Behandlung. Bitte wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer an Ihre Ärztin oder Ihren Arzt.

Wenn Sie die Symptome frühzeitig bei Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt ansprechen, kann es bei einer Erkrankung dazu beitragen, die Prognose zu verbessern. Im besten Fall haben Sie die Gewissheit, dass alles in Ordnung ist.

Wer ist besonders gefährdet?

Es gibt verschiedene Faktoren, die Ihr Risiko, an Krebs im Kopf-Hals-Bereich zu erkranken, erhöhen können. Dazu gehört auch der individuelle Lebensstil. Das sind unter anderem:

Sie können das Risiko, an Krebs im Kopf-Hals-Bereich zu erkranken, verringern, indem Sie ganz auf das Rauchen verzichten und wenig Alkohol trinken.

Weiterführende Informationen

Wissenswertes über Kopf-Hals-Tumoren

Der Begriff Kopf-Hals-Tumoren beschreibt unterschiedliche Krebsarten, deren Gemeinsamkeit die Verortung im Kopf-Hals-Bereich ist.

Therapieoptionen bei Krebserkrankungen

Bei vielen Krebserkrankungen gibt es heute mehrere Therapieoptionen. Hier stellen wir die wichtigsten vor, die für die Therapiewahl eine Rolle spielen können.

Patientengeschichte: Chester Kitchen

Chester Kitchen erhielt die Diagnose Kopf-Hals-Krebs im fortgeschrittenen Stadium im Juni 2016. Lesen Sie hier von seinen persönlichen Erfahrungen.

Zum Herunterladen

Kopf-Hals-Tumoren

Informationen für Patienten:innen und Interessierte.

Krebs: Was nun?

In der Broschüre „Krebs – was nun?“ finden Sie wertvolle Tipps, weiterführende Links und vertrauenswürdige Ansprechpartner, um Sie möglichst gut durch die Therapie zu begleiten. Sie dient als Ideengeber, Orientierungshilfe und liefert Impulse, auf die Sie jederzeit zurückgreifen können.

Symptome im Kopf-Hals-Bereich? Checkliste für Ihren Arztbesuch

Gut vorbereitet zum Arzttermin! Damit Sie nichts vergessen, schauen Sie sich die Checkliste vorher in Ruhe an und notieren Sie sich Ihre Antworten. 

Wir begleiten Sie bei Ihrer Chemotherapie

In dieser Broschüre erfahren Sie, was Sie bei einer typischen Chemotherapie erwartet: angefangen bei dem Moment, in dem Sie von der Diagnose erfahren, über die Vorbereitung auf die Behandlung, bis hin zur Bewältigung möglicher Nebenwirkungen.

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