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Pneumokokken

Pneumokokken können verschiedene Erkrankungen verursachen. Eine Impfung kann schützen und vielen Pneumokokken-bedingten Erkrankungen vorbeugen.



Pneumokokken-Impfung – ein wichtiges Thema für Jung und Alt!

Pneumokokken sind Bakterien, die verschiedene Erkrankungen, wie zum Beispiel eine Lungenentzündung oder eine Gehirnhautentzündung, auslösen können. Einige dieser Erkrankungen können einen schweren Verlauf nehmen oder sogar tödlich enden.

Besonders gefährdet für einen schweren Verlauf einer Pneumokokken-Erkrankung sind unter anderem ältere Personen und Kinder in den ersten beiden Lebensjahren. Eine Impfung kann Pneumokokken-Erkrankungen vorbeugen. Hier finden Sie nützliche Informationen rund um das Thema:



1. Was sind Pneumokokken?

Pneumokokken sind Bakterien. Sie kommen bei etwa 5 – 20 % der Bevölkerung im Nasen-Rachen-Raum vor. Bei den meisten Menschen leben sie dort still und heimlich, ohne irgendwelche Symptome zu verursachen. Manchmal breiten sich die Bakterien jedoch im Körper aus und können dann unterschiedliche Krankheiten auslösen. Um welche Erkrankungen es sich dabei handelt, erfahren Sie hier!


2. Wo sind Pneumokokken verbreitet?

Pneumokokken kommen auf der ganzen Welt vor. Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) zählen Pneumokokken-Infektionen weltweit zu den wichtigsten Todesursachen.

Wie kann man sich anstecken?

Pneumokokken werden von Mensch zu Mensch weitergegeben. Das kann zum Beispiel passieren, wenn man hustet oder niest. Dabei gelangen infektiöse Tröpfchen in die Luft. Durch das Einatmen dieser Tröpfchen können die Bakterien übertragen werden. Daher wird dieser Ansteckungsweg auch als Tröpfcheninfektion bezeichnet.

Auch Gesunde können andere anstecken

Man muss keine Pneumokokken-Erkrankung haben, um andere Menschen mit Pneumokokken anzustecken. Auch wer gesund ist und keine Symptome einer Pneumokokken-Erkrankung zeigt, kann mit Pneumokokken infiziert sein und diese auf andere übertragen.


3. Welche Erkrankungen werden durch Pneumokokken verursacht?

Normalerweise besiedeln Pneumokokken den Nasenrachenraum des Menschen, ohne dabei Symptome zu verursachen. Bei einigen Menschen können sich die Bakterien jedoch lokal, z. B. in die oberen und unteren Atemwege oder im ganzen Körper ausbreiten und zu Pneumokokken-Erkrankungen führen:

Lunge Icon

Lungenentzündung

Wenn sich eine Pneumokokken-Infektion in die unteren Atemwege ausbreitet, kann eine Lungenentzündung entstehen.



Mittelohr- oder Nasennebenhöhlen-Entzündung

Eine Infektion mit Pneumokokken in den oberen Atemwegen kann auch zu einer Mittelohr- oder Nasennebenhöhlen-Entzündung führen.



Hirnhaut-Entzündung (Meningitis)

Wenn Pneumokokken ins Gehirnwasser eindringen, kann eine Hirnhaut-Entzündung entstehen. Manche Menschen haben ein erhöhtes Risiko für eine Hirnhaut-Entzündung aufgrund einer Pneumokokken-Infektion. Dazu gehören z. B. Menschen mit einer Liquorfistel (Verbindung zwischen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit und der Außenwelt) oder einem Cochlea-Implantat (Hörprothese).



Ausbreitung der Bakterien über den Blutkreislauf (Bakteriämie)

Von einer Bakteriämie spricht man, wenn Bakterien im Blut nachgewiesen werden können. Invasive Pneumokokken-Erkrankungen treten bei Erwachsenen überwiegend als Bakteriämie bei gleichzeitiger Lungenentzündung auf.


In Europa zählen Pneumokokken:

  • zu den häufigsten Auslösern für eine Blutvergiftung bei Kleinkindern.
  • zu den verbreitetsten Ursachen für eine durch Bakterien verursachte Hirnhautentzündung bei Erwachsenen und Kleinkindern.
  • als häufigster Auslöser für Lungenentzündungen, die nicht im Krankenhaus erworben wurden.

Achtung Ko-Infektion: Pneumokokken und Grippeviren

Ko-Infektionen mit Pneumokokken zur Zeit von Grippewellen können zu besonders schweren Verläufen führen. Dann stehen Komplikationen im Vordergrund, die die Atemwege betreffen – wie z. B. Lungenentzündungen. Das liegt an einer besonderen Problematik der Influenzainfektion: Die damit einhergehende ausgeprägte Schädigung der Lungenschleimhaut schafft günstige Bedingungen für Sekundärinfektionen mit anderen Erregern, u. a. Pneumokokken. Als wichtigste Vorbeugemaßnahme steht sowohl die Schutzimpfung gegen Pneumokokken, als auch gegen Influenza zur Verfügung.



4. Wie werden Pneumokokken-Erkrankungen behandelt?

Zur Behandlung von Pneumokokken-Erkrankungen können Antibiotika eingesetzt werden. In Europa wird es aber zunehmend zum Problem, dass Pneumokokken teilweise unempfindlich gegenüber einigen Antibiotika geworden sind (Antibiotikaresistenz). Auch deshalb wird eine Impfung gegen Pneumokokken immer wichtiger.


Schützen Sie sich durch eine Impfung

Gegen Pneumokokken kann man sich impfen lassen. Für wen die Pneumokokken-Impfung empfohlen wird und wann der richtige Zeitpunkt für die Impfung ist, erfahren Sie hier!


5. Wer ist durch Pneumokokken besonders gefährdet?



Manche Personengruppen haben ein höheres Risiko, eine Pneumokokken-Erkrankung zu bekommen oder im Falle einer Pneumokokken-Erkrankung einen schweren Krankheitsverlauf durchzumachen. Das Risiko einer schwer verlaufenden Erkrankung an Pneumokokken ist unter anderem abhängig vom Lebensalter. Besonders gefährdet durch Pneumokokken sind:



Ältere Personen

Ältere Menschen erkranken häufiger an Pneumokokken. Denn mit zunehmendem Alter lassen die Abwehrkräfte des Körpers nach und chronische Krankheiten nehmen zu.

  • In der Altersgruppe 60+ erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise ca. 38.400 Menschen an einer Lungenentzündung, die auf Pneumokokken zurückzuführen ist. Etwa jede:r 8. Erkrankte stirbt daran.
  • Bei Erwachsenen im Alter von 20 – 59 Jahren treten im Vergleich dazu deutlich weniger Fälle auf: In dieser Altersgruppe erkranken jährlich schätzungsweise ca. 8.800 Personen daran und bei etwa jedem 21. Betroffenen verläuft die Erkrankung tödlich.


Grafische Darstellung einer Mutter mit einem Baby

Kinder in den ersten beiden Lebensjahren

Für Säuglinge und Kleinkinder besteht ein erhöhtes Risiko, weil deren Immunsystem allein noch nicht in der Lage ist, eine Pneumokokken-Infektion abzuwehren.


Personen mit bestimmten Grunderkrankungen:




Immundefekte oder unterdrücktes Immunsystem, wie z. B.

  • bei HIV-Infektionen
  • nach einer Knochenmarktransplantation
  • durch bestimmte Medikamente


Chronische Erkrankungen, wie z. B.

  • chronische Erkrankungen des Herzens oder der Atmungsorgane
    z. B. Asthma, Lungenemphysem oder eine dauerhafte Verengung der Atemwege, die von einem Emphysem und / oder chronischer Bronchitis begleitet sein kann (COPD)
  • Stoffwechselkrankheiten
    z. B. Diabetes mellitus, der medikamentös behandelt wird
  • neurologische Krankheiten
    z. B. Anfallsleiden oder in Folge eines Hirnschadens entstandene Bewegungsstörungen und Muskelsteife (Zerebralparesen)


Personen mit erhöhtem Risiko für eine durch Pneumokokken verursachte Gehirnhautentzündung, wie z. B. durch:

  • das Tragen einer Hörprothese, die Cochlea-Implantat genannt wird
  • eine Verbindung zwischen der Gehirn-Rückenmark-Flüssigkeit und der Außenwelt (Liquorfistel)

Grafik die Arbeit mit erhöhtem Risiko darstellt

Personen mit einem erhöhten beruflichen Risiko

Menschen, die in ihrem Beruf Metallrauchen ausgesetzt sind (z. B. beim Schweißen und Trennen von Metallen).


6. Die Pneumokokken-Impfung



Eine Impfung gegen Pneumokokken ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme, die durch Hausärztinnen und Hausärzte durchgeführt werden kann.

Pneumokokken können verschiedene Erkrankungen verursachen. Einige davon können schwer oder sogar lebensbedrohlich verlaufen. Eine Impfung gegen Pneumokokken kann einigen Pneumokokken-bedingten Erkrankungen vorbeugen.


Sprechen Sie mit Ihrem Arzt über die
Pneumokokken-Impfung.


Ihre Hausärztin bzw. Ihr Hausarzt berät Sie, ob für Sie ein erhöhtes Risiko besteht, und gibt Ihnen weitere Informationen zur Impfung.


Wer zahlt die Impfung gegen Pneumokokken?

In der Regel zahlt die Krankenkasse eine Pneumokokken-Impfung für folgende Risikogruppen:

  • Kinder bis zwei Jahre
  • ältere Menschen ab 60 Jahren
  • Patienten mit bestimmten chronischen Krankheiten

Ausnahme: Wenn Sie in Ihrem Beruf Metallrauchen ausgesetzt sind, muss Ihr Arbeitgeber für die Kosten aufkommen.


Wann ist der richtige Zeitpunkt für die Impfung?

Grafik mit einem älteren Paar

Ältere Personen

Für alle gesunden Menschen ab 60 Jahren wird eine Impfung gegen Pneumokokken empfohlen. Bei gesunden Menschen ab 60 Jahren können Wiederholungsimpfungen bei einer individuellen Indikationsstellung angezeigt sein. Bei Vorliegen von bestimmten Grunderkrankungen oder gewissen beruflichen Tätigkeiten soll eine Wiederholungsimpfung erfolgen. Dabei wird die Wiederholung der Impfung mit einem Mindestabstand von 6 Jahren empfohlen.


Grafische Darstellung einer Mutter mit einem Baby

Kinder in den ersten beiden Lebensjahren

Aktuell empfehlen die Expert:innen der Ständigen Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin die Impfung gegen Pneumokokken bei Säuglingen von 2 – 11 Monaten mit speziell für sie geeigneten Impfstoffen.
Säuglinge und Kleinkinder erhalten zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen insgesamt 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten. Der Abstand zwischen der 1. und 2. Impfung beträgt 8 Wochen. Zwischen der 2. und 3, Impfung liegt ein Mindestabstand von 6 Monaten.


Grafik die 3 Impfungen im Alter von 2, 4 und 11 Monaten zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen darstellt.

Frühgeborene Säuglinge und Kleinkinder (Geburt vor der 37. Schwangerschaftswoche) erhalten zur Vorbeugung von Pneumokokken-Erkrankungen insgesamt 4 Impfungen im Alter von 2, 3, 4 und 11 Monaten. Der Abstand zwischen den ersten 3 Impfungen beträgt dabei jeweils 4 Wochen. Zwischen der 3. und 4. Impfung liegt ein Mindestabstand von 6 Monaten.

Fehlende Impfungen können bei Kleinkindern im Alter von 12 – 24 Monaten mit 2 Impfdosen im Abstand von mindestens 8 Wochen nachgeholt werden.



Personen mit bestimmten Grunderkrankungen:


Immundefekte oder unterdrücktes Immunsystem

Menschen mit Immundefekten, unterdrücktem Immunsystem oder anatomischem und fremdkörperbedingtem Risiko für eine Gehirnhautentzündung durch Pneumokokken erhalten altersunabhängig 2 Impfungen gegen Pneumokokken. Die 1. und die 2. Impfung werden mit 2 unterschiedlichen Pneumokokken-Impfstoffen durchgeführt. Die 2. Impfung erfolgt dabei 6 – 12 Monate nach der 1. Impfung und frühestens ab einem Alter von 2 Jahren. Da der Impfschutz zeitlich begrenzt ist, wird die Pneumokokken-Impfung bei diesen Menschen mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt.



Chronische Erkrankungen

Bei Menschen mit bestimmten chronischen Erkrankungen (z.B. Asthma, COPD) sind die Impfempfehlungen abhängig vom Lebensalter:

  • Erwachsene und Jugendliche ab dem Alter von ≥ 16 Jahren werden einmal gegen Pneumokokken geimpft.
  • Kinder und Jugendliche im Alter von 2 – 15 Jahren erhalten 2 Impfungen gegen Pneumokokken. Die 1. und die 2. Impfung werden mit 2 unterschiedlichen Pneumokokken- Impfstoffen durchgeführt. Die 2. Impfung erfolgt 6 – 12 Monate nach der 1. Impfung.

Weil der Impfschutz zeitlich begrenzt ist, wird die Pneumokokken-Impfung bei Menschen mit chronischen Erkrankungen mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt.



Personen mit einem erhöhten beruflichen Risiko

Wer in seinem Beruf Metallrauchen ausgesetzt ist (z. B. beim Schweißen und Trennen von Metallen) wird ebenfalls gegen Pneumokokken geimpft. Die Impfung soll mit einem Mindestabstand von 6 Jahren wiederholt werden, wenn die Person auch weiterhin Metallrauchen ausgesetzt ist.

Wenn Sie in Ihrem Beruf Metallrauchen ausgesetzt sind, muss Ihr Arbeitgeber für die Kosten aufkommen.


7. Impfen ab 60



Warum gegen Pneumokokken impfen? Mir geht’s doch gut …

Mit Pneumokokken kann die Luft dünn werden. Weil sie das Risiko erhöhen, z. B. an einer Lungenentzündung zu erkranken. Dieses Risiko steigt ab 60 weiter an. Deshalb wird eine Impfung empfohlen – eine Standardimpfung, die auch anderen, durch Pneumokokken bedingten Erkrankungen vorbeugen kann. Lassen Sie sich Ihre Pläne nicht durchkreuzen.

Hier finden Sie die wichtigsten Informationen als PDF zusammengefasst (878 kB):


Die möglichen Folgen einer Pneumokokken-Infektion stellen für Menschen ab 60 Jahren ein besonderes Risiko dar. Eine der ernsthaften, durch diese Bakterien ausgelösten Erkrankungen ist die Lungenentzündung (Pneumonie). Die Zahlen zeigen das erhöhte Risiko für Menschen 60+:


Welche Gefahr droht mir durch Pneumokokken?

In der Altersgruppe 60 + erkranken in Deutschland jährlich schätzungsweise 38.400 Menschen an einer Lungenentzündung, die auf Pneumokokken zurückzuführen ist. Etwa jede:r 8. Erkrankte stirbt daran.
In der Altersgruppe von 20 bis 59 Jahren treten im Vergleich dazu deutlich weniger Fälle auf: In dieser Altersgruppe erkranken jährlich schätzungsweise etwa 8.000 Menschen aneiner Lungenentzündung. Bei jedem 21. betroffenen Menschen verläuft die Erkrankung tödlich.



Achtung Ko-Infektion: Pneumokokken und Grippeviren

Ko-Infektionen mit Pneumokokken zur Zeit von Grippewellen können zu besonders schweren Verläufen führen. Als wichtigste Vorbeugemaßnahme steht sowohl die Schutzimpfung gegen Pneumokokken, als auch gegen Influenza zur Verfügung.



Schützen Sie sich durch eine Impfung!

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt in Anbetracht des besonderen Infektionsrisiko der Menschen ab 60 eine Impfung gegen Pneumokokken als Standard (übrigens auch gegen Influenza). Als Standardimpfungen werden Impfungen bezeichnet, die jeder in einem bestimmten Alter bzw. mit bestimmten Voraussetzungen erhalten sollte.

Eine Impfung gegen Pneumokokken ist die wichtigste Vorbeugungsmaßnahme, die durch Hausärzte durchgeführt werden kann.

Die Impfung für gesunde Menschen ab 60 ist im Prinzip einmalig. Wenn ein erhöhtes individuelles gesundheitiches Risiko besteht, wird nach mindestens 6 Jahren eine Wiederholungsimpfung empfohlen.



8. Häufig gestellte Fragen

Gibt es noch weitere Gruppen mit erhöhtem Risiko für eine Pneumokokken-Erkrankung?

Als Standardimpfung, also abhängig vom Lebensalter, sollten neben Menschen ab 60 auch Säuglinge und Kleinkinder im Alter von 2, 4 und 11 Monaten eine Impfung gegen Pneumokokken erhalten; bei bisher noch nicht geimpften Säuglingen kann bis zum Alter von 23 Monaten eine Nachholimpfung erfolgen.

Auch bei bestimmten Grunderkrankungen ist das Risiko erhöht. Deshalb wird bei diesen Grunderkrankungen (Indikationen) eine sogenannte Indikationsimpfung empfohlen – zum Beispiel:

  • bei angeborenen oder erworbenen Immundefekten
  • bei Menschen mit anatomischem und fremdkörperbedingtem Risiko für eine Gehirnhautentzündung durch Pneumokokken (z. B. durch das Tragen einer implantierten Hörprothese) oder
  • bei chronischen Erkrankungen wie z. B. solchen des Herzens oder der Atemorgane und bei Stoffwechselerkrankungen wie Diabetes mellitus.

Eine weitere Gruppe sind Menschen mit einem erhöhten beruflichen Risiko.

Mehr dazu finden Sie hier: Pneumokokken-Impfung

Wie und wie oft sollten sich diese Menschen impfen lassen?

Die Impfung für die Gruppe der Menschen ab 60 ist im Prinzip einmalig. Nur bei bestimmten zusätzlichen Risiken wird eine Wiederholungsimpfung nach mindestens 6 Jahren empfohlen.

Eine genaue Darstellung des Impfschemas für die drei anderen Gruppen mit erhöhtem Risiko finden Sie hier: Pneumokokken-Impfung

Wie hoch ist die Impfquote?

In der Gesamtgruppe der 60- bis 73-Jährigen ohne impfrelevante Grunderkrankungen waren nur 23,3 % geimpft (Standardimpfung; Stand I/2022).

Mit impfrelevanten Grunderkrankungen* ab einem Alter ≥ 18 Jahren waren nur 25,6 % geimpft (Indikationsimpfung; Stand I/2022).

* Personen mit angeborenen oder erworbenen Immundefekten, chronischen Krankheiten, anatomischen und Fremdkörper-assoziierten Risiken für Pneumokokken-Meningitis (Indikationsimpfung).

Welche Nebenwirkungen können auftreten?

Zu den häufigsten Nebenwirkungen einer Pneumokokken-Impfung gehören Fieber und Beschwerden an der Einstichstelle. Das können zum Beispiel Ausschlag, Rötung, Verhärtung, Schwellung oder Schmerz sein.

Wie kann eine Pneumokokken-Erkrankung behandelt werden?

Pneumokokken-Erkrankungen können mit Antibiotika behandelt werden. Trotzdem sind auch mit dem Einsatz von Antibiotika schwere Krankheitsverläufe – vor allem bei älteren Menschen auch mit Todesfolge – möglich. Dies liegt nicht nur daran, dass Pneumokokken zunehmend unempfindlich gegenüber Antibiotika werden, sondern auch am manchmal schnell fortschreitenden Krankheitsverlauf.

Vorbeugen ist besser als Behandeln

Auch bei Pneumokokken gilt: Vorsorgen ist besser als Behandeln. Die Ständige Impfkommission (STIKO) am Robert Koch-Institut in Berlin empfiehlt daher, alle Säuglinge und Kleinkinder ab einem Alter von 2 bis < 24 Monaten gegen Pneumokokken zu impfen. Für die Impfung stehen speziell für Säuglinge und Kleinkinder geeignete Impfstoffe zur Verfügung. Zudem empfiehlt die STIKO als Standardimpfung für Personen ab 60 Jahren eine einmalige Impfung gegen Pneumokokken. Darüber hinaus ist die Pneumokokken-Impfung von der STIKO empfohlen für Menschen:

  • mit chronischen Grunderkrankungen, unter anderem der Atmungsorgane (z.B. Asthma), des Stoffwechsels (z.B. Diabetes mellitus), des Herzens oder der Leber
  • mit angeborener, erworbener oder medikamentenbedingter Schädigung des Immunsystems, u.a. bei gestörter Funktion der Immunzellen, HIV-Infektion oder nach einer Knochenmarktransplantation



Impfkalender 

Wann sollten Sie sich gegen welche Infektionskrankheit impfen lassen? Antworten darauf finden Sie hier* im praktischen Impfkalender des Robert Koch-Instituts. 



*Die hier zur Verfügung gestellten aktuellen Meldungen verweisen auf unabhängige Informationsquellen und stellen nicht notwendigerweise die Meinung von MSD dar.


Agenturfotos – Alle Fotos mit Model gestellt.

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