Dank Medikamenten für die Behandlung des Humanen Immundefizienz-Virus (HIV) haben Menschen mit HIV heute gute Chancen auf eine normale Lebenserwartung. Eine erfolgreich behandelte HIV-Infektion wird mittlerweile als chronische Krankheit angesehen. Menschen mit HIV können mit Medikamenten nahezu genau so arbeiten, leben und lieben wie jeder andere Mensch auch.
Doch das war leider nicht immer so: Als die AIDS-Epidemie Anfang der 1980er Jahre begann, wurden Angst und Verzweiflung bei vielen Menschen zum vorherrschenden Gefühl. Schon bestehende Vorurteile und Abwertungen gegenüber besonders gefährdeten Gruppen, wie Männern, die Sex mit Männern haben oder Menschen, die Drogen gebrauchen, vermischten sich mit Panik. Die Epidemie breitete sich allerdings schnell aus, sodass klar wurde, dass HIV auch Menschen unabhängig von Geschlecht, sexueller Orientierung oder Herkunft betreffen kann.
HIV heute: Wo stehen wir?
HIV ist noch nicht heilbar. Doch bereits seit den 90er Jahren gibt es mit der sogenannten Kombinationstherapie eine Behandlungsmöglichkeit. Die HIV-Medikamente unterdrücken die Vermehrung der Viren im Körper und können so das Auftreten des erworbenen Immunschwächesyndroms (AIDS) verhindern oder rückgängig machen. So haben Menschen mit HIV heute eine ähnliche Lebenserwartung wie Menschen ohne HIV. Auch wenn wir dank der Forschung schon weit gekommen sind – HIV gehört für viele Menschen zu ihrem Leben.
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Lebensrealität von Menschen mit HIV
Deutschlandweit leben rund 97.700 Menschen mit HIV, weltweit sind es sogar 41 Mio. Für viele von ihnen ist die HIV-Infektion nur eine der zahlreichen Facetten ihres Lebens. Wir haben Menschen, die mit HIV leben, getroffen und sie haben ihre persönlichen Geschichten mit uns geteilt. Die folgenden Beispiele geben Einblicke ins echte Leben mit HIV.
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Meilensteine der HIV-Forschung bei MSD
Seit 1985 betreibt MSD, in den USA und Kanada als Merck bekannt, Forschung zur Behandlung von HIV – und hat dabei bedeutende Entdeckungen gemacht, die die HIV-Behandlung verändert haben. Auch heute noch forschen wir weiter und arbeiten mit anderen Unternehmen der Branche zusammen, um potenzielle neue Therapien für HIV und dessen Prävention voranzutreiben.
Im Jahr 1982 benutzte das U.S. Centers for Disease Control and Prevention (CDC) erstmals den Begriff „AIDS“, für „acquired immune deficiency syndrome“, übersetzt auf Deutsch „erworbenes Abwehrschwächesyndrom“. Ziel war die Beschreibung des klinischen Krankheitsbildes, welches durch das HI-Virus (HIV) verursacht wird.
Mitte der 80er Jahre startete MSD sein HIV-Forschungsprogramm als Reaktion auf eine mögliche Epidemie. Unsere Wissenschaftler:innen gehörten zu den Ersten, die Medikamente zur Behandlung von HIV entdeckt und entwickelt haben.
Wir waren die Ersten, die die Kristallstruktur der HIV-Protease veröffentlicht haben. Dieses Enzym ist für die Ansteckungsfähigkeit des Virus von entscheidender Bedeutung.
Im Jahr 1992 schloss MSD sich mit anderen Pharmaunternehmen zusammen, um die „Inter-Company Collaboration for AIDS Drug Development“ zu gründen und HIV-Behandlungsmöglichkeiten zu erforschen. Ein Jahr später, im Jahr 1993, führten wir eines der größten Forschungsprogramme unserer Geschichte durch: Wir setzten mehr Wissenschaftler:innen für die Erforschung von AIDS ein als für jede andere Krankheit und testeten Zehntausende Wirkstoffe.
Die Forderungen aus der HIV/AIDS-Gemeinschaft nach konkreten Maßnahmen blieben weiterhin laut. Linda Distlerath, ehemalige Geschäftsführung für Public Policy und Public Affairs bei den MSD Forschungslaboren, nahm sich im Jahr 1995 Zeit, um Briefe von Tausenden AIDS-Patient:innen und Aktivist:innen zu lesen. Sie forderten von MSD eine rasche Entwicklung eines Medikaments.
Nach jahrelanger Forschung entwickelte MSD einen der ersten Proteasehemmer. Im Jahr 1995, noch vor der Zulassung durch die US-amerikanischen Food and Drug Administration (FDA), bot MSD in Zusammenarbeit mit der FDA, Patient:innen und HIV-Interessenverbänden ein Programm an, durch das ausgewählten Patient:innen das neue HIV-Medikament kostenlos zur Verfügung gestellt wurde – noch bevor es im Handel erhältlich war.
Im Jahr 1996 erhielt die HIV-Therapie in einer Rekordzeit von 42 Tagen die Zulassung der FDA. Dies war ein wichtiger früher Meilenstein auf dem Weg dahin, HIV zu einer behandelbaren Infektion zu machen.
2012 startete die NAMES Project Foundation – mit Unterstützung von MSD – die US-weite „Call My Name“-Tour, um auf den besorgniserregenden Verlauf der HIV-Epidemie in „Black Communities“ in den USA aufmerksam zu machen. Im Rahmen der Tour wurden neue Stoffbahnen für den AIDS-Gedenkquilt angefertigt und Aufklärungsworkshops in 10 Städten mit hoher HIV-Prävalenz durchgeführt.
Im Jahr 2021 haben wir eine Zusammenarbeit mit Gilead vereinbart, um gemeinsam in der weltweiten HIV-Gemeinschaft gegen HIV einzustehen.
Doch auch wenn wir schon weit gekommen sind, wir von MSD forschen weiter und suchen unablässig nach neuen Möglichkeiten, weltweit Leben zu verbessern – immer mit dem Fokus darauf, neue Lösungen für heute und die Zukunft zu finden.
Im Video: Was ist uns heutzutage besonders wichtig in der HIV-Forschung?
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