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HIV: Therapie

HIV: Therapie

Wie funktioniert die HIV-Therapie?

Zur Therapie der HIV-Infektion stehen heute eine Vielzahl von Medikamenten, sogenannte antiretrovirale Substanzen, zur Verfügung. Sie unterbinden die Virusvermehrung. Das gelingt aber dauerhaft nur durch Kombination mehrerer Medikamente aus unterschiedlichen Substanzklassen, das heißt mit unterschiedlichen Wirkprinzipien. Ein Medikament alleine würde nicht ausreichen. Denn bei der Vermehrung von HIV entstehen aufgrund der hohen Mutationsrate viele verschiedene Varianten des Virus. Darunter befinden sich immer einige, die gegen eines oder mehrere Medikamente einer Substanzklasse resistent sind. Deshalb ist es auch so wichtig, dass die Medikamente regelmäßig eingenommen werden, denn nur dann ist eine dauerhafte Unterdrückung der Virusvermehrung gewährleistet.

Gute Prognose dank hoch aktiver Kombinationstherapie

Die antiretroviralen Medikamente entstammen verschiedenen Wirkstoffklassen.  Man unterscheidet sie anhand ihrer Angriffspunkte im Vermehrungszyklus des HI-Virus. Mögliche Ansatzstellen sind unter anderem der Eintritt in die Zielzelle oder auch Enzyme, die für die Vermehrung des HI-Virus von Bedeutung sind.

Erst die Kombination der Wirkstoffe – die sogenannte antiretrovirale Therapie (ART) beziehungsweise hoch aktive ART (HAART) – kann die Virusvermehrung effektiv stoppen. Dadurch kann das Leben von Infizierten deutlich verlängert und die Lebensqualität verbessert werden. Um die passende Kombinationstherapie ausfindig zu machen, wird vor Behandlungsbeginn eine Resistenztestung bei jedem Patienten durchgeführt.

Trotz aller Fortschritte:eine Heilung ist aktuell nicht möglich. Bisher gelingt es nicht, HIV aus dem Körper zu entfernen. Um die fortschreitende Schädigung des Immunsystems zu verhindern, in deren Folge sich lebensbedrohliche Infektionen etablieren können, müssen die Medikamente nach derzeitigem Wissensstand lebenslang eingenommen werden. Unter dieser Voraussetzung haben HIV-Infizierte bei ansonsten gesunder Lebensweise eine annähernd normale Lebenserwartung.