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Über HIV halten sich nach wie vor viele Vorurteile.

Überwinde deine #HIVorurteile


Vorurteile und Unwissenheit machen Menschen mit HIV das Leben oft unnötig schwer

Was ist HIV und was ist eigentlich AIDS? HIV bedeutet „Humanes Immundefizienz-Virus“ und heißt übersetzt: menschliches Abwehrschwäche-Virus. HIV schädigt die körpereigenen Abwehrkräfte so, dass es ohne Behandlung zu lebensbedrohlichen Erkrankungen kommen kann. Dann spricht man von AIDS*.

Über HIV halten sich nach wie vor viele Vorurteile. Das hat eine Studie der Deutschen Aidshilfe gezeigt. Vorurteile abzubauen, geht deutlich langsamer voran als der medizinische Fortschritt. Menschen mit HIV haben heute bei rechtzeitiger und erfolgreicher Behandlung eine fast normale Lebenserwartung und können leben, lieben und arbeiten wie alle anderen Menschen auch.

Ausgrenzung, Ablehnung und Benachteiligung machen Betroffenen das Leben häufig schwerer als die Krankheit selbst.

Diskriminierung geschieht oft unterbewusst. Dahinter stehen Unsicherheiten und Ängste, weil Menschen zu wenig über den Übertragungsweg von HIV wissen. Eine Ansteckung mit HIV ist nur dann möglich, wenn Körperflüssigkeiten, die eine große Menge Viren enthalten, in den Körper gelangen. Zu diesen Körperflüssigkeiten gehören zum Beispiel Blut, Sperma, Vaginalsekret (Scheidenflüssigkeit), der Flüssigkeitsfilm auf der Darmschleimhaut und Muttermilch. Selbst wenn virushaltige (Körper-) Flüssigkeit auf die Haut kommt, führt dies zu keiner Ansteckung – sofern die Haut intakt ist, also keine offene Wunde vorliegt. Intakte Haut ist eine sichere Barriere.

Deshalb: Im Alltag ist HIV nicht übertragbar, da HIV zu den relativ schwer übertragbaren Krankheitserregern gehört. Bei alltäglichen Kontakten wie Hände schütteln oder Umarmen kann man sich nicht anstecken. Auch nicht beim Küssen, Anhusten oder Benutzen derselben Toilette. Am häufigsten wird HIV beim Sex und beim Drogenkonsum ohne Schutzmaßnahmen übertragen.

Schutz durch Therapie
Der Ausbruch von AIDS lässt sich bei rechtzeitiger und erfolgreicher Behandlung verhindern. Die Vermehrung von HI-Viren im Körper wird durch eine stabile und erfolgreiche HIV-Therapie so stark unterdrückt, dass sich keine Viren mehr im Blut finden lassen. So können Menschen, die mit dem Virus leben und erfolgreich mit HIV-Medikamenten behandelt werden, das Virus nicht weitergeben.

N=N – Keine HI-Viren im Blut nachweisbar = HIV nicht mehr übertragbar

#HIVorurteile von MSD anlässlich des Welt-AIDS-Tags am 1. Dezember
Ziel der Kampagne ist es, dass sich Menschen mit den eigenen Vorurteilen auseinandersetzen und durch Aufklärung diese Vorurteile überwinden:

Jemanden mit HIV zu küssen, ist ein großes Risiko, sich zu infizieren“
Nur 48 % und damit knapp die Hälfte aller Befragten der Studie der Deutschen Aidshilfe würde einen Menschen mit HIV bedenkenlos küssen. Fakt ist: HIV ist relativ schwer übertragbar. Im Alltag besteht kein Risiko, sich anzustecken – auch nicht beim Küssen.

Fußballspielen mit einem an HIV erkrankten Kumpel? Wer weiß, was da passiert.“
17 % der Befragten würden zögern, mit einem Menschen mit HIV Fußball zu spielen. Die Studie zeigt: In zehn von elf Alltagssituationen sind die Vorbehalte gegenüber Menschen mit HIV in den vergangenen Jahren zurückgegangen. Nur für das gemeinsame Fußballspielen ist das Diskriminierungspotenzial leicht gestiegen. Fakt ist: Im alltäglichen Zusammenleben kann das Virus nicht übertragen werden.

Sex mit einem Menschen mit HIV ist auch mit Kondom riskant“
Nur 20 % aller Befragten der Studie der Deutschen Aidshilfe würden mit einem Menschen mit HIV wahrscheinlich Sex mit Kondom haben, sieben von zehn Befragten schließen dies für sich hingegen wahrscheinlich (17 %) oder sogar sicher (53 %) aus. Fakt ist: Mittlerweile konnte durch wissenschaftliche Studien nachgewiesen werden, dass selbst bei Sex ohne Kondom im Falle einer funktionierenden antiretroviralen Therapie nahezu keine Infektionsgefahr mehr besteht.

Geschirr oder Toilette – diese Dinge mit Menschen mit HIV zu teilen, ist gefährlich“
In alltäglichen Situationen der Begegnung oder des Zusammenlebens mit Menschen mit HIV zeigen sich immer noch Vorbehalte: 26 % der Befragten in der Studie der Deutschen Aidshilfe möchten kein Geschirr mit Menschen mit HIV teilen. 23 % möchten nicht dieselbe Toilette nutzen wie Menschen mit HIV. 25 % der Befragten scheuen sogar die gemeinsame Nutzung von Sportgeräten im Fitnessstudio. Fakt ist: Im Alltag gibt es kein Übertragungsrisiko.

Das Kind einer Frau mit HIV wird im Mutterleib oder bei der Geburt automatisch auch infiziert“
In der Altersgruppe 60+ stimmen nur 33 % der Befragten und in der Altersgruppe 30-44 30 % der Aussage zu, dass HIV-Medikamente die Übertragung von der Mutter auf das Kind während der Schwangerschaft und bei der Geburt verhindern können. Insgesamt kennt diesen Fakt aber heute nur gut ein Drittel (34 %) der Befragten.

Seit mehr als 35 Jahren engagiert sich MSD in der wissenschaftlichen Forschung und Entdeckung von HIV und wir werden von der Überzeugung angetrieben, dass noch weitere medizinische Fortschritte zu erwarten sind. MSD unterstützt u.a. das Programm #positivarbeiten gegen Diskriminierung von Menschen mit HIV im Arbeitsleben und verspricht somit, sich aktiv für einen diskriminierungsfreien und respektvollen Umgang einzusetzen. Wir wollen Menschen mit HIV ein längeres, gesünderes und selbstbestimmteres Leben ermöglichen. Wir setzen uns für Aufklärung und gegen die Stigmatisierung von Menschen mit HIV ein und arbeiten dafür weltweit mit Partner:innen aus allen Bereichen der Gesellschaft und des Gesundheitswesens zusammen. Unser Ziel ist und bleibt die Prävention und Eliminierung von HIV. Daher forschen wir weiter!

* Acquired Immune Deficiency Syndrome


Diagnose HIV – Was bedeutet das?

Finden Sie hier wertvolle Informationen zu Erkrankung, Symptomen, Risikofaktoren und Therapieoptionen.


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