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HIV: Diagnose einer HIV-Infektion

HIV: Diagnose einer HIV-Infektion

HIV- Test teils kostenlos und auch anonym möglich

Der HIV-Test wird von Gesundheitsämtern, Aidshilfen und anderen Einrichtungen – teils kostenlos – angeboten. Auch Selbsttests sind mittlerweile verfügbar. Eine Beratung vor dem Test und am besten auch nach Erhalt des Testergebnisses ist jedoch angebracht. Nach Beratungsstellen in der Nähe kann man auf der Homepage der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung suchen.

Neben dem HIV-Selbsttest kann ein Test grundsätzlich von allen Hausärzten durchgeführt werden. Besteht ein Verdacht auf eine HIV-Ansteckung, beispielsweise bei Vorliegen von HIV-Symptomen oder nach Risikokontakt, kann der Test hier auf Kosten der Krankenkasse durchgeführt werden. Der Test erfolgt dabei nicht anonym, sondern namentlich und mit Eintrag des Ergebnisses in die Patientenakte.


 

HIV-Selbsttest zu Hause zur ersten Orientierung

Seit 2018 ist es in Deutschland möglich, HIV-Selbsttests im Handel zu erwerben.  Beim Onlinekauf oder in einer Drogerie entfällt allerdings die Möglichkeit einer qualifizierten Beratung. Bei diesen Tests handelt es sich um Schnelltests, die innerhalb von weniger als 30 Minuten ein Ergebnis anzeigen. Sie sind einfach und ohne apparativen Aufwand durchführbar. Für die Durchführung des Tests wird Kapillarblut aus der Fingerbeere (vorderer Teil der Fingerkuppe) benötigt.Wie dabei vorgegangen werden muss, zeigt eine dem Selbsttest beiliegende ausführliche Anleitung. Von den Herstellerfirmen werden zusätzlich im Internet Anleitungsvideos zur Verfügung gestellt. 

  • TIPP: Achten Sie bei der Verwendung eines Selbsttests auf das CE-Zeichen und darauf, dass der Test in Europa zugelassen ist. Sie sollten diese Informationen auf der Verpackung finden.

Bei einem positiven Ergebnis sollten Sie sich unbedingt an einen Arzt, das Gesundheitsamt oder die Aidshilfe wenden. Diese HIV-Schnelltests sind nur zur ersten Orientierung gedacht. Daher sollte das Testergebnis mittels herkömmlichem HIV-Test in einem Routine-Labor bestätigt werden.

HIV-Tests finden das Virus im Blut

HIV-ELISA-Tests der 4. Generation1 entdecken sowohl Antikörper, die der Körper zur Abwehr von HI-Viren gebildet hat, als auch einen charakteristischen Virusbestandteil, das p24-Antigen.

Der ELISA-Test hat eine hohe Sensitivität. Das bedeutet, wenn HIV-Antikörper im Blut vorhanden sind, werden diese auch entdeckt. Mitunter schlägt der Test aber auch zu Unrecht an. Daher werden alle positiven Reaktionen zusätzlich mit dem sehr spezifischen Bestätigungstest (Immuno-Blot) untersucht. Nur wenn nach einem positiven ELISA-Test auch der Immuno-Blot eindeutig positiv ausfällt, wird das Testergebnis „HIV-positiv" übermittelt. 

 

 

HIV-Diagnose mittels PCR-Analyse

Bei dem dringenden Verdacht auf eine HIV-Infektion gibt es die Möglichkeit, Viren im Blut mittels HIV-PCR nachzuweisen. Dieses hochsensitive Verfahren erkennt direkt die virale Erbinformation. Aber auch hierfür gilt: Wenn der Test negativ ist, heißt das nur, dass (noch) keine Viren im Blut nachweisbar sind. Sicher ausgeschlossen werden kann eine HIV-Infektionin der Regel nach 6 Wochen bei korrekter Durchführung der Testverfahren.

Die PCR in der Therapiekontrolle

Die HIV-PCR ist ein quantitatives Verfahren, das Rückschlüsse auf die Virusmenge im Blut zulässt. Es dient in erster Linie der Therapiekontrolle, da sich mit dieser Methode prüfen lässt, ob die gewählte Therapie die Virusvermehrung erfolgreich unterdrückt.

1 ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay). Nachweisverfahren, bei dem Eiweißstoffe, zum Beispiel Virus-Proteine oder auch virusspezifische Antikörper, mittels Antigen-Antikörperreaktion nachgewiesen werden


 

1 ELISA (Enzyme Linked Immunosorbent Assay). Nachweisverfahren, bei dem Eiweißstoffe, zum Beispiel Virus-Proteine oder auch virusspezifische Antikörper mittels Antigen-Antikörperreaktion nachgewiesen werden.