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Chronische Infektion

Chronische Infektion

Auf die Phase der akuten Infektion folgt die Phase der chronischen Infektion. Diese dauert im Allgemeinen mehrere Jahre und ist durch klinische Latenz gekennzeichnet, das heißt, es treten meist keine Krankheitssymptome auf. Das Virus vermehrt sich während dieser Zeit nur schwach. Der Nachweis HIV-spezifischer Antikörper kann in dieser Phase der einzige Hinweis auf eine bestehende Infektion mit HIV sein.

Fortschreitende Schädigung des Immunsystems

Während der Phase der chronischen Infektion werden Immunsystem und innere Organe zunehmend geschädigt; die Zahl der T-Helferzellen und ihre Funktionsfähigkeit nehmen mit fortschreitender Krankheitsdauer immer mehr ab.

Im weiteren Verlauf kann es unter Umständen zu folgenden Beschwerden kommen:

  • Geschwollene Lymphknoten an mehreren Stellen, zum Beispiel unter den Achseln, in der Leistengegend
  • starker Nachtschweiß
  • Gewichtsverlust
  • gastrointestinale Beschwerden, zum Beispiel lang anhaltender Durchfall
  • Pilzinfektionen von Haut und Schleimhäuten insbesondere der Mundhöhle (Soor)
  • andere Hauterkrankungen, zum Beispiel Gürtelrose

Die Verläufe und Krankheitsbilder unterscheiden sich dabei von Mensch zu Mensch. Und auch bei ein und derselben Person können sich beschwerdefreie Phasen mit Phasen, in denen deutliche Krankheitszeichen auftreten, abwechseln.

HIV verursacht keine „typischen“ Symptome

Im Allgemeinen sind die Symptome, die bei einer HIV-Infektion auftreten können, unspezifisch, das heißt, sie könnten auch eine andere Ursache haben. Nicht jeder Arzt denkt sofort an eine HIV-Infektion als Ursache für die Beschwerden. Wenn es ein Ansteckungsrisiko gab, sollte der Arzt darüber informiert werden, damit er eine Blutuntersuchung anordnet, mit der die HIV-Infektion festgestellt werden kann.