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Schutz vor Ansteckung mit HIV

Schutz vor Ansteckung mit HIV

Beim Sex Kondome zu verwenden ist, laut der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung, die wichtigste Maßnahme, um eine Ansteckung mit HIV und anderen sexuell übertragbaren Infektionen zu verhindern. Ebenso empfiehlt die BZgA weitere Schutzmaßnahmen und Hygieneregeln, die das Ansteckungsrisiko verringern.

Maßnahmen zum Schutz vor Ansteckung

  • Beim Sex stets Kondome benutzen.
  • Beim Oralverkehr kein Sperma, keine Scheidenflüssigkeit oder Blut aufnehmen.
  • Beim Oralverkehr Kondome oder Dental Dams benutzen.
  • Sichtbar veränderte Hautstellen wie Herpesbläschen, Feigwarzen und Syphilis-Geschwüre nicht berühren.
  • PrEP (Prä-Expositions-Prophylaxe: Vorsorgliche Einnahme von HIV-Medikamenten vor dem Sex.

Hygieneregeln für Hände und Sexspielzeug:

  • Nach Fingerspielen Hände waschen.
  • Vor jeder Weitergabe ein neues Kondom über den Dildo ziehen.
  • Gleitmittel nicht mit anderen teilen. Sonst besteht die Gefahr, dass Erreger ins Gleitmittel gelangen und über Schmierinfektion weitergegeben werden.
  • Gegenstände, die blutende Verletzungen hervorrufen können, möglichst nur bei einer Person verwenden. Werden die Gegenstände von mehreren Personen benutzt, müssen sie mit Wasser und Seife gründlich abgewaschen und danach mit einem handelsüblichen, möglichst schleimhautfreundlichen Desinfektionsmittel behandelt werden. Erst danach wieder verwenden.

Zum „Safer Sex“ gehört auch, mit der Partnerin oder dem Partner über den gemeinsamen Schutz vor Ansteckung zu sprechen. Das Gespräch auf dieses heikle Thema zu bringen ist nicht leicht. Studien zeigen aber, dass die meisten Menschen es sehr begrüßen, wenn der Partner oder die Partnerin Kondome benutzen will und den ersten Schritt dazu tut.

Offenheit gegenüber dem Partner

Die eigene HIV-Infektion sollte dem Partner oder der Partnerin nicht verschwiegen werden. Die Offenheit bewahrt davor, den anderen oder die andere einem unnötigen Ansteckungsrisiko auszusetzen. Außerdem ist er oder sie vermutlich auch eine große Stütze beim Umgang mit der Infektion.

Vor dem Gespräch kann es hilfreich sein, sich selbst umfassend zu informieren, um mögliche Fragen, vor allem zum Ansteckungsrisiko, beantworten zu können. Eine Liste mit Beratungsstellen gibt es bei der Deutschen AIDS-Hilfe.

Wer soll es erfahren?

Die Diagnose „HIV-positiv“ der Familie, Freunden oder Kollegen mitzuteilen, kann entlastend sein – sofern man mit Verständnis und Unterstützung rechnen kann. Es gibt aber auch Menschen, die ablehnend reagieren, sich zurückziehen oder Schuldzuweisungen machen. Zunächst ist es sicher hilfreich, mit Menschen zu sprechen, die einem besonders nahe stehen und deren Reaktion sich einschätzen lässt.