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Brustkrebs

Brustkrebs

Diagnose Brustkrebs – ein für viele Frauen und Angehörige emotionaler Schock. Gerade bei Brustkrebs fühlen sich Betroffene in ihrem Selbstwertfühl als Frau verletzt. Wut und Trauer sind häufig die ersten Reaktionen. Bei Männern kommt Brustkrebs selten vor, doch auch sie stellen sich die gleichen Fragen: „Wie geht es jetzt weiter?“ oder „Welche Therapien gibt es?“

In den nachfolgenden Kapiteln finden Sie Antworten auf einige der wichtigsten Fragen und hilfreiche Informationen, die Ihnen helfen können, Brustkrebs besser zu verstehen und mit der Diagnose besser umzugehen.

Was ist Brustkrebs?

Brustkrebs oder das Mammakarzinom ist die häufigste Krebserkrankung bei Frauen. Etwa 67.300 Frauen und 650 Männer erkrankten im Jahr 2017 neu an Brustkrebs. Doch was ist Brustkrebs genau? Um das zu verstehen, ist ein Blick auf den Aufbau der weiblichen und männlichen Brust hilfreich. 

Die weibliche Brust (Mamma) besteht hauptsächlich aus Drüsen- und Fettgewebe. Die Drüsen (Lobuli) produzieren nach der Geburt eines Kindes Muttermilch, die durch die Milchgänge (Ductuli) zur Brustwarze (Mamille) fließt. Das Bindegewebe macht die Brust elastisch. Das eingelagerte Fettgewebe gibt der Brust ihre Form. 

Die Brust ist zudem mit Blutgefäßen, den Lymphgefäßen und Nerven durchzogen. Die Lymphgefäße spielen eine wichtige Rolle im Immunsystem des Körpers, da über sie die überschüssige Gewebeflüssigkeit abfließt. Die Gewebeflüssigkeit wird so zu den Lymphknoten gebracht, in der Krankheitserreger „herausgefiltert“ werden. 

Der Aufbau der Brust bei Männern unterscheidet sich prinzipiell nicht von dem der Frau. Auch Männer besitzen Brustgewebe und Milchgänge. Im Vergleich zur Frau sind diese aber nicht voll entwickelt.

Vor allem Frauen sind von Brustkrebs betroffen. Schätzungen zufolge erkrankt etwa eine von acht Frauen im Laufe ihres Lebens an Brustkrebs. Etwa ein Prozent aller Neuerkrankungen betrifft Männer.

Brustkrebs beim Mann

Brustkrebs kann auch Männer betreffen. Bei Männern wird Brustkrebs meist relativ spät entdeckt, weil er als typische Frauenerkrankung gilt und Früherkennungsprogramme für Männer fehlen. Grundsätzlich werden Männer bei Brustkrebs genauso behandelt wie Frauen. Auch wenn das Thema Brustkrebs beim Mann oft tabuisiert ist, gibt es inzwischen mehr Hilfsangebote für Männer.

Welche Arten von Brustkrebs gibt es?

Krebs kann entstehen, wenn sich gesunde Zellen im Brustgewebe krankhaft verändern. Sie können so zu Tumoren bzw. Geschwülsten werden, in denen sich krankhafte Zellen unkontrolliert ausbreiten und in gesundes Gewebe eindringen. Jedoch bedeutet Krebs nicht gleich Krebs – nicht jeder festgestellte Tumor heißt, dass man an Krebs erkrankt ist.

Beim Brustkrebs ist das nicht anders. Ärztinnen und Ärzte sprechen auch dann von Tumoren, wenn bestimmte Zellveränderungen in der Brust gutartig sind. Zu den gutartigen Veränderungen gehören beispielsweise Geschwülste wie Fibroadenome, die durch hormonelle Schwankungen entstehen können. Unter der Bezeichnung „Krebs“ versteht man einen Sammelbegriff, der für bösartige Tumorerkrankungen verwendet wird. Bösartige Tumoren können unkontrolliert in benachbartes Gewebe und in manchen Fällen Tochtergeschwülste (Metastasen) in entfernten Körperregionen wie z.B. der Leber bilden. 

Um den Brustkrebs genau einzuteilen, wird grundsätzlich nach Gewebetyp und Ausbreitung differenziert: Geht der Tumor von den Milchgängen (duktal) oder Drüsenläppchen aus (lobulär)? Ist der Tumor noch auf das Ausgangsgewebe begrenzt (in-situ, sinngemäß „am Ort“) oder bereits in die Gewebestrukturen von Drüsenläppchen oder Milchgängen eingedrungen (invasiv)?

Entsprechend gibt es verschiedene Bezeichnungen für Formen von Brustkrebs. Einige der wichtigsten sind folgend aufgelistet:

Duktales Mammakarzinom

  • Invasives duktales Mammakarzinom: Die Tumorzellen entstehen in einem Milchgang und dringen in das umgebende Gewebe ein. Diese Form von Brustkrebs tritt am häufigsten auf (ca. 70 bis 80 Prozent) und gilt als bösartig. 
  • Duktales Mammakarzinom in situ: Der Tumor ist auf die Milchgänge beschränkt. Diese Form gilt als Brustkrebsvorstufe. 

Lobuläres Mammakarzinom

  • Invasives lobuläres Mammakarzinom: Der Tumor entsteht in den Milchdrüsen und verbreitet sich im umgebenden Gewebe. Diese Form von Brustkrebs kommt seltener vor (ca. 10 bis 15 Prozent) und gilt als bösartig.
  • Lobuläres Mammakarzinom in situ: Der Tumor ist auf die Milchdrüsen beschränkt. Diese Form gilt als Brustkrebsvorstufe.

Seltene Formen

  • Zu den seltenen Formen gehört z. B. der inflammatorische Brustkrebs, der sich besonders schnell ausbreitet. 

Jeder Brustkrebs ist anders. Das liegt auch insbesondere an dem sogenannten Rezeptorstatus der Krebszellen. Rezeptoren sind nichts anderes als Moleküle, die auf der Oberfläche von Krebszellen liegen. Sie haben eine bestimmte Struktur und können gezielt Zellaktivitäten oder das Zellwachstum beeinflussen. Bestimmte Rezeptoren können Aufschluss darüber geben, wie schnell sich der Krebs ausbreitet und welche Behandlung die geeignetste ist. Lesen Sie mehr hierzu im Kapitel „Diagnose Brustkrebs“.

Welche Ursachen von Brustkrebs gibt es?

Über die genauen Ursachen von Brustkrebs gibt es noch keinen wissenschaftlichen Konsens. Es gibt aber einige Risikofaktoren, die mit der Erkrankung in Verbindung stehen. 

Klicken Sie auf die Bezeichnung, um die Erklärung auszuklappen.

Lebensalter
Hormonelle Situation
Lebensstil
Möglicherweise ererbte Risikogene

Welche Symptome können bei Brustkrebs auftreten?

Es gibt bestimmte Anzeichen, die auf Brustkrebs hinweisen können. Diese sind oft äußerlich bereits gut feststellbar und werden daher oft selbst entdeckt. Aber: Nicht jede kleinste Veränderung ist Grund zur Sorge. Es ist normal, dass sich die Brust einer Frau verändert, z. B. beim Monatszyklus. Im Sinne einer guten Früherkennung sollten Frauen jedoch folgende Warnzeichen bei der Frauenärztin oder Frauenarzt bzw. Hausärztin oder Hausarzt abklären lassen:

  • Knoten in der Brust: Knoten sind Veränderungen oder Verhärtungen des Brustgewebes. Sie sind ab einer Größe von 1-2 cm ertastbar. Die Knoten lassen sich nicht verschieben, fühlen sich fest an und treten oft schmerzfrei auf. Jedoch bedeutet nicht jeder Knoten Krebs, deshalb ist eine ärztliche Abklärung wichtig.
  • Veränderungen der Brustwarzen: Zieht sich die Brustwarze ein oder treten blutige Absonderungen auf, kann dies ein Warnzeichen sein.
  • Änderungen der Brustgröße: Die Brüste sind bei den meisten Frauen unterschiedlich groß. Wenn auffallende Unterschiede in Größe oder Form der Brust auftreten, sollte dies ärztlich abgeklärt werden.
  • Hautauffälligkeiten: Auffällige Veränderungen der Haut wie z. B. nicht abklingende Hautrötungen, Entzündungen, oder Dellenbildungen („Orangenhaut“) können auch Symptome bei Brustkrebs sein.
  • Schwellungen in der Achselhöhle: Schwellungen oder Knoten im Achselhöhlenbereich sollten ärztlich abgeklärt werden. Diese Symptome können aber auch bei Infektionen auftreten, z. B. bei einer Grippe oder Erkältung. 

Auch Sie selbst können aktiv einen Beitrag dazu leisten, schon kleinste mögliche Veränderungen an Ihrem Körper durch eine Selbstuntersuchung frühzeitig zu erkennen. In der folgenden Infografik finden Sie eine Anleitung zur Selbstuntersuchung. Aber auch hier gilt: Nicht jede Veränderung ist Grund zur Sorge. 

Tipp: Was mache ich, wenn ich einen Knoten entdecke?

Sie haben einen Knoten entdeckt und sind besorgt? Oft erweisen sich Knoten als harmlos oder als gutartig. Bei auffälligen Veränderungen sollten Sie eine Frauenärztin oder einen Frauenarzt aufsuchen. Auch Männer sollten verdächtige Anzeichen z.B. beim Hausarzt oder Hausärztin abklären lassen. Das wichtigste Anzeichen bei Männern ist eine einseitige Verhärtung der Brust, die meist zwischen Brustwarze und Achselhöhle liegt.

Diagnose stellen – welche Untersuchungen gibt es?

Wenn etwas Auffälliges an der Brust gefunden wird, ist das zunächst ein großer Schock. Das ist aber kein Grund zur Panik. Auch der Arzt oder die Ärztin wird Ihnen sagen, dass Veränderungen der Brust nicht ungewöhnlich sind. Diese kommen z. B. bei der Monatsblutung der Frau vor. Auch ein Knotenfund kann sich als eine gutartige Veränderung erweisen. Deshalb ist es sehr wichtig, durch diagnostische Untersuchungen den Verdacht auf Brustkrebs sicher abzuklären. Dazu hat der Arzt oder die Ärztin verschiedene Möglichkeiten. Häufig werden mehrere Untersuchungen kombiniert. Die wichtigsten werden nachfolgend beschrieben. 

Fahren Sie mit der Maus auf die einzelnen Kacheln, um mehr zu erfahren.

Das gesetzliche Früherkennungsprogramm
Die Früherkennung ist als Vorsorge und zur Diagnose bei Brustkrebs wichtig. Deshalb gibt es das gesetzliche Früherkennungs­programm. Alle Frauen ab dem Alter von 30 Jahren haben einmal jährlich Anspruch auf eine Tastuntersuchung von Brust sowie Achselhöhlen einschließlich der Anleitung zur regelmäßigen Selbs­tuntersuchung. Ab dem Alter von 50 bis 69 Jahren werden Frauen automatisch alle zwei Jahre zu einer Mammografie-Untersuchung eingeladen. Über das Mammografie-Screening informiert das Portal der Kooperations­gemeinschaft Mammographie auf www.mammo-programm.de.

Diagnose Brustkrebs – Was nun?

„Sie haben Brustkrebs“. Ein Satz, der schockiert. Plötzlich ändert sich für betroffene Menschen die Alltagsrealität. Doch auch wenn Brustkrebs viele Frauen betrifft, so haben sich die Therapiemöglichkeiten der Krebsmedizin und Früherkennungsmaßnahmen in den letzten Jahren deutlich verbessert.

Aus den vorausgegangenen Untersuchungen wird der Arzt oder die Ärztin zunächst das Stadium der Erkrankung bestimmen. Zu den gängigsten Einteilungen gehören die sogenannten UICC-Stadien der Internationalen Vereinigung gegen Krebs (UICC). Die Einteilung in Stadien (0 bis 4) gibt das Erkrankungsstadium zum Zeitpunkt der Diagnosestellung wieder. Die Einteilung basiert auf die Bestimmung der sogenannten TNM-Klassifikation, bei der nach Tumorgröße (T), befallenen Lymphknoten (N) sowie dem Vorliegen von Metastasen (M) unterschieden wird. Zusätzlich zur Einteilung in Stadien (Staging) gibt es auch das sogenannte Grading, wodurch die Wachstumsgeschwindigkeit von Tumorzellen bewertet wird.

Die UICC-Stadien (0 bis 4) auf den folgenden Bildern zeigen, wie weit sich der Tumor ausgebreitet hat.

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Molekularpathologische Untersuchung

Neben der Bestimmung des Tumorstadiums sind außerdem die Ergebnisse der molekularpathologischen Untersuchung wichtig, die die Beschaffenheit und Eigenschaften des Tumors beschreiben. Ist der Tumor hormonempfindlich? Wie schnell wird er wahrscheinlich wachsen? Liegt eine Art von Brustkrebs vor, die für eine bestimmte Behandlung besonders infrage kommt? Diese Fragen lassen sich durch Charakterisierung des Rezeptorstatus beantworten:

  • HER2-Status: HER2 (= human epidermal growth factor receptor 2) ist ein Wachstumsfaktor-Rezeptor, also ein Protein auf der Zelloberfläche, das Signale weiterleitet und damit die Krebszelle dazu anregt, sich zu teilen. Weist die Oberfläche von Krebszellen besonders viele HER2-Rezeptoren auf, ist eine schnellere Ausbreitung der Krebserkrankung wahrscheinlich. Gegen HER2 gerichtete Therapien können das Zellwachstum gezielt hemmen.
  • HR-Status: Der HR-Status (Hormonrezeptor-Status) gibt Auskunft darüber, ob ein Tumor hormonabhängig (durch Östrogen oder Progesteron) wächst. Durch das Andocken dieser weiblichen Hormone an die Rezeptoren auf der Zelloberfläche werden Wachstumssignale in das Zellinnere weitergeleitet. Wenn ein Tumor hormonabhängig wächst, kann das Wachstum meist durch Hormonentzug verlangsamt werden.
  • Triple-Negativ: Beim sogenannten Triple-negativen Mammakarzinom TNBC (= Triple-negative breast cancer) gibt es keine Bindungsstellen für Östrogen oder Progesteron, und der HER2-Wachstumsfaktor-Rezeptor ist ebenfalls nicht ausgeprägt. Das heißt, der Tumor ist HER2- und HR-negativ.

Treten Brustkrebserkrankungen in einer Familie gehäuft auf, dann kann eine genetische Testung auf eine BRCA1/2-Mutation sinnvoll sein.

  • BRCA1/2: Die Gene BRCA1 und BRCA2 sind für die Herstellung von Eiweißen verantwortlich, die eine Rolle bei der Reparatur der Erbsequenz spielen. Mutationen in diesen Genen erhöhen das Risiko, an Brustkrebs oder Eierstockkrebs zu erkranken. Mehr zur Bedeutung von BRCA-Mutationen bei Brustkrebs lesen Sie hier.

Nach der Bestimmung des Tumorstadiums und der molekularbiologischen Eigenschaften wird Ihr Arzt oder Ihre Ärztin einen individuellen Behandlungsplan unter Berücksichtigung Ihrer bisherigen Krankheitsgeschichte erstellen. Die Behandlungsplanung wird im sogenannten Tumorboard oder der Tumorkonferenz, einer Versammlung von Ärzten mehrerer Fachrichtungen, diskutiert.

Die Diagnose Brustkrebs ist meist keine Notfallsituation und es muss nicht sofort eine Behandlung gestartet werden. Sie können und sollten sich die Zeit nehmen, sich umfassend über die Behandlungs­möglichkeiten zu informieren und in ärztlicher Absprache eine Klinik zu suchen. Je mehr Sie wissen, desto besser sind Sie vorbereitet und können Entscheidungen besser mittragen.

„Befunde besser verstehen“

Sie haben Fragen zu Ihrem Befund? Das Projekt „Was hab’ ich?“ hilft, Befunde besser zu verstehen. Sie können Ihren ärztlichen Befund anonym und kostenlos im Portal hochladen und erhalten den Befund in verständlicher Sprache übersetzt.

Therapieoptionen – Wie wird Brustkrebs behandelt?

Nachdem sämtliche Untersuchungen durch den Arzt oder die Ärztin erfolgt sind, wird er oder sie einen individuellen Behandlungsplan erstellen. Je nach Tumorstadium und Beschaffenheit der Krebszellen (Rezeptorstatus) kommen verschiedene Therapieverfahren infrage. In bestimmten Situationen werden auch Therapien kombiniert, um die Krebszellen gezielter zu bekämpfen und die Erfolgschancen zu erhöhen. Wie bei allen Therapien können typische Nebenwirkungen auftreten. Ihr Arzt oder Ihre Ärztin wird Sie vor Beginn jeder Therapie über mögliche Nebenwirkungen aufklären und Ihnen helfen, bestmöglich damit umzugehen. Jeder Verdacht auf eine Nebenwirkung sollte umgehend mit Ihrem Arzt oder Ihrer Ärztin besprochen werden.

Nachfolgend sind die wichtigsten Behandlungsverfahren aufgelistet.

Nähere Informationen zu den hier beschriebenen Therapiemethoden erhalten Sie bei Ihrem Arzt oder Ärztin.

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Operation
Strahlentherapie
Chemotherapie
Antihormontherapie (endokrine Therapie)
Zielgerichtete Therapien
Immunonkologische Therapien

Wie geht es nach der Behandlung weiter?

Die Erstbehandlung ist abgeschlossen. Oft geht damit eine große Veränderung des Alltagslebens von Betroffenen und Angehörigen einher. „Wie geht es jetzt weiter?“ oder „Wer hilft mir?“ sind Fragen, die sich Betroffene und Angehörige oft stellen. Deshalb beginnt nach der Erstbehandlung die Rehabilitations- und Nachsorgephase.

Rehabilitation

Die Rehabilitation soll helfen, möglichst schnell das Alltags- und Berufsleben wieder aufzunehmen. Sie umfasst körperliche, seelische, aber auch soziale Maßnahmen und dient zur „Wiedereingliederung“ in das gesellschaftliche Leben.

Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin wird in der Regel raten, eine spezielle Rehaklinik zu besuchen. Viele Betroffene schließen sich zudem Selbsthilfegruppen an, um Erfahrungen und Herausforderungen mit anderen Betroffenen zu teilen. Auch der Austausch mit Angehörigen, Sozialarbeitern, Beratungsstellen oder Psychologen kann hilfreich sein. 

Nachsorge

Begleitend zur Rehabilitation findet die medizinische Nachsorgebehandlung statt. Die Nachsorge soll sicherstellen, einen möglichen Rückfall (Rezidiv) rechtzeitig zu erkennen. Sie dient auch dazu, mögliche Begleit- oder Folgeerkrankungen der Ersttherapie bestmöglich zu behandeln. Der behandelnde Arzt oder die behandelnde Ärztin wird zunächst nach dem gesundheitlichen Zustand fragen und gemeinsam mit Ihnen erörtern, in welchen zeitlichen Abständen Sie zu Kontrolluntersuchungen wie z. B. Mammografie-Screening oder Ultraschalluntersuchung erscheinen sollen.  

Wo bekomme ich als betroffene Person Unterstützung?

Es gibt zahlreiche Hilfsangebote für Betroffene. Allgemeine Informationen und Beratung erhalten Sie beim INFONETZ KREBS der Deutschen Krebshilfe, bei den Landeskrebsgesellschaften (LKG) oder bei der Unabhängigen Patientenberatung Deutschland (UPD).

Der Deutsche Behindertensportverband (DBS) oder die Angebote der Ergänzenden unabhängigen Teilberatungsstellen (EUTB) bieten Ratsuchenden Beratung rund um Fragen der Rehabilitation und Teilhabe. Auf der Website der Bundesarbeitsgemeinschaft für Rehabilitation (BAR) gibt es außerdem weitere Informationsangebote, zum Beispiel die Arbeitshilfe für die Rehabilitation und Teilhabe von Menschen mit Krebserkrankungen, das Reha-Einrichtungsverzeichnis sowie die Ansprechstellen für Rehabilitation und Teilhabe. Die Nationale Kontakt- und Informationsstelle zur Anregung und Unterstützung von Selbsthilfegruppen (NAKOS) vermittelt Kontakte zu bundesweiten Selbsthilfevereinigungen sowie den örtlichen Selbsthilfekontaktstellen und ist Ansprechpartnerin zu allen Fragen der Selbsthilfe.

Konkrete Angebote für Frauen mit Brustkrebs stellen unter anderem PINK gegen Brustkrebs oder Brustkrebs Deutschland e.V. bereit. Fundierte Informationen zum Leben mit Brustkrebs finden Sie zudem im Brustkrebsmagazin Mamma Mia!.

Was kann ich als Angehörige oder Angehöriger tun?

Angehörige kann die Diagnose Brustkrebs ebenfalls vor belastende Herausforderungen stellen. Sie sind besonders wichtig bei der Unterstützung von Patientinnen und Patienten. Oft kann ein offenes Gespräch helfen, indem Sie Betroffenen das Gefühl geben, dass Sie in der schwierigen Zeit für sie da sind. Für Angehörige gibt es zudem zahlreiche Hilfsangebote. Unterstützung bietet zum Beispiel das INFONETZ KREBS. Die blauen Ratgeber der Deutschen Krebshilfe wie z.B. „Hilfen für Angehörige – Die blauen Ratgeber 42“ bieten zudem Informationen gezielt für Angehörige.

Weitere Informationen für Betroffene und Angehörige sind ebenfalls in dieser Patientenbroschüre zusammengefasst.

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