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Für Frauen. Gegen Krebs.
  • Mutter und erwachsene Tochter umarmen sich

    Krebsvorsorge ist für alle Generationen relevant

  • Drei Frauen mittleren Alters lachen und legen die Arme umeinander

    Offener Austausch über mögliche Krebsrisiken und Krebssymptome sind besonders wichtig für die Krebsvorsorge von Frauen

  • Gruppe von lachenden Frauen unterschiedlichen Alters

    Krebserkrankungen sind vielseitig – auch bei Frauen. Es ist wichtig, offen über Krebsrisiken, -symptome und die richtige Vorsorge zu sprechen

  • Drei junge Frauen beim Yoga im Freien

    Ein bewusster Umgang mit dem eigenen Körper kann eine Krebstherapie positiv unterstützen

Krebs bei Frauen

Etwa 230.000 Frauen wurden im Jahr 2017 mit Krebs diagnostiziert. Zu dieser Einschätzung kommt das Zentrum für Krebsregisterdaten (ZfKD) am Robert Koch Institut (RKI). Die Neuerkrankungsraten sind dabei seit Jahren leicht rückläufig, da es heute bessere Diagnosemöglichkeiten gibt. Dennoch geht das RKI von einem Anstieg an Krebsneuerkrankungen zwischen 2015 und 2030 von rund 23 % aus. Dies liegt vor allem an der alternden Gesellschaft und damit verbundenem Risiko, an Krebs zu erkranken. Aber auch unser Lebensstil ist nicht als eine mögliche Ursache auszuschließen.

Mehr über die Entstehung, Vorsorge und Behandlung von Krebserkrankungen erfahren Sie hier.

Die häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen

Krebs bei Frauen wird meist mit Brustkrebs in Verbindung gebracht. Vergleichsweise hohe mediale Aufmerksamkeit und Krankheitsfälle bekannter Personen tragen dazu bei. Erkranken Frauen tatsächlich so häufig an Brustkrebs?

Die Analyse des Robert Koch Instituts bestätigt diesen Eindruck. Laut RKI betrug der Anteil von Brustkrebs im Jahr 2016 fast ein Drittel unter den Krebsneuerkrankungen bei Frauen. Damit zählt Brustkrebs zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen.

Hier sehen Sie die häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen:

Grafik modifiziert von MSD nach Robert-Koch-Institut: Krebs in Deutschland für 2015/2016, S. 17

Brustkrebs hebt sich mit deutlichem Abstand von anderen Krebserkrankungen bei Frauen ab. Nach Schätzungen des RKI erkranken jährlich etwa 67.500 Frauen neu an Brustkrebs.

Auch Krebserkrankungen von Darm, Lunge und Gebärmutter oder in Form des malignen Melanoms der Haut (sogenannter Schwarzer Hautkrebs) gehörten 2016 zu den fünf häufigsten Krebsarten bei Frauen. Beispielsweise erkranken in Deutschland nach Schätzungen des RKI jährlich etwa 22.100 Frauen an bösartigen Tumoren der inneren Geschlechtsorgane (Gebärmutterhals-, Gebärmutter- und Eierstock).

Das Risiko, an Krebs zu erkranken, steigt mit zunehmendem Alter. Daher ist eine regelmäßige Vorsorge wichtig. Denn für die meisten Tumorarten gilt: Je früher ein Tumor erkannt wird, desto besser sind die Chancen der Behandlung. So verringerten sich bei Frauen zwischen 2007 bis 2017 die Inzidenzraten bei Brustkrebs für Frauen um acht Prozent – auch dank der Krebsfrüherkennung.

Ab welchem Alter erkranken Frauen häufiger an Krebs?

Grafik modifiziert von MSD nach Robert-Koch-Institut: Krebs in Deutschland für 2015/2016, S. 21

Vorsorge und Früherkennung

Viele Frauen stellen sich die Frage: Wie kann ich Krebs vermeiden? Leider gibt es bei aller Vorsicht keine absolute Sicherheit, nicht an Krebs zu erkranken. Jedoch konnten für einige Krebsarten bereits Risikofaktoren ermittelt werden.

Brustkrebs
Eierstockkrebs

Zu den häufigsten Krebserkrankungen bei Frauen zählt auch Schwarzer Hautkrebs. In einem frühen Stadium kann er meist erfolgreich behandelt werden, im Gegensatz zu einem fortgeschrittenem Stadium, wenn er schon Tochtergeschwülste gebildet hat. Auch beim Schwarzen Hautkrebs spielt die genetische Veranlagung eine Rolle. 

Weitere Risikofaktoren für Schwarzen Hautkrebs

Wie Sie mit der ABCDE-Regel schwarzen Hautkrebs erkennen können

In diesem Video sehen Sie, wie Sie ein auffälliges Muttermal erkennen können.

Entschieden gegen Krebs

Bestimmte Viren können das Entstehen von bestimmten Krebsarten begünstigen. Manche Krebsarten, wie beispielsweise der Gebärmutterhalskrebs, können fast immer auf die sogenannten humanen Papillomviren (HPV) zurückgeführt werden. So können in über 99 % der Fälle von Gebärmutterhalskrebs bestimmte HP-Viren nachgewiesen werden.

Durch eine Impfung kann der Entwicklung von bestimmten bösartigen Zellveränderungen, die durch bestimmte HPV-Typen ausgelöst werden, weitgehend vorgebeugt werden.

Infektionen mit HPV-Viren können auch folgenlos ausheilen. In anderen Fällen können sie harmlose Genitalwarzen verursachen, aber auch bösartige Zellveränderungen an den äußeren Geschlechtsorganen sowie im Bereich des Afters verursachen. Diese können von Krebsvorstufungen bis hin zu Krebs reichen. Auch für Jungen und Männer besteht das Risiko einer Infektion.

Weitere Informationen zum Schutz vor HPV verursachten Erkrankungen finden Sie unter www.entschiedengegenkrebs.de

Impfen gegen HPV-Krebs

Erfahren Sie hier, wie wichtig es ist, sich gegen HP-Viren impfen zu lassen.

Wussten Sie schon, dass…

Frauen zwischen 20 und 34 Jahren einen Anspruch auf eine jährliche Früherkennungsuntersuchung auf Gebärmutterhalskrebs haben?
Frauen ab 35 Jahren einen Anspruch auf Screening auf Gebärmutterhalskrebs haben?
Frauen ab 30 zur Früherkennung von Brustkrebs die jährliche Tastuntersuchung der Brust in Anspruch nehmen können?
Frauen zwischen 50 und 69 Jahren außerdem alle zwei Jahre Anspruch auf eine Mammografie haben?
Sie ab 35 Jahren alle zwei Jahre ein Hautkrebs-Screening durchführen lassen können?

Krebs bei Frauen behandeln

Die Überlebenschancen für Krebspatientinnen haben sich in Deutschland in den letzten Jahren erheblich erhöht. Deutliche Verbesserungen wurden bei betroffenen Erwachsenen vor allem bei bösartigen Tumoren der Brustdrüse und des Darms erzielt.
In der Therapie einiger dieser Krebsarten im fortgeschrittenen Stadium spielt zum Beispiel auch die sogenannte immunonkologische Therapie eine immer größere Rolle. Dabei wird das Immunsystem wieder aktiviert, Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen. Wie das funktioniert, erfahren Sie in diesem Video:

Therapien erleichtern

Viele Krebspatientinnen fürchten sich vor den Nebenwirkungen einer Chemotherapie, wie Übelkeit und Erbrechen.
Ihr behandelnder Arzt sollte hier generell immer der erste Ansprechpartner sein. Er weiß, ob bestimmte Medikamente (sog. Antiemetika) Ihnen helfen können. In einigen Fällen können Antiemetika Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie lindern oder vermeiden. Wie Ihnen Ihr Arzt bei der Bewältigung von Nebenwirkungen wie Erbrechen helfen kann, erfahren Sie hier.

Ergänzend zur medikamentösen Krebstherapie gibt es Behandlungsmethoden, die darauf ausgerichtet sind, Körper und Geist zu entspannen und von der Behandlung abzulenken. Diese Artikel bieten Ihnen Informationen und Tipps, die Ihnen dabei helfen können:

Wie gehe ich mit Übelkeit und Erbrechen um?

Wie bereite ich mich auf die Chemotherapie vor?

Was können Sie noch für sich tun?

  • Für Ruhe und Entspannung sorgen.
  • Entspannungsübungen und Atemtechniken üben, langsam ein- und ausatmen, wenn es Ihnen übel wird.
  • Im Voraus planen, was Sie gerne essen und vorkochen, so dass Sie während der Therapie nicht kochen müssen.
  • Nur essen, wenn sie Appetit haben und worauf Sie Lust haben.
  • Wenn Sie keinen Appetit haben, versuchen Sie sich durch flüssige oder pulverförmige Nahrung bei Kräften zu halten.
  • Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Kost.
  • Nach den Mahlzeiten ausruhen.
  • Bonbons mit angenehmem, langanhaltendem Geschmack lutschen.
  • Auf ausreichende Flüssigkeitszufuhr achten, z. B. gefrorene Fruchtstückchen lutschen oder Pfefferminztee oder Melissentee versuchen.
  • Langsam bewegen, spazieren gehen an der frischen Luft.
  • Die Wohn- und Schlafräume gut lüften, um starke Gerüche zu vermeiden, ggf. dezentes Raumspray verwenden

Weitere Informationen zum Thema Krebs

Wenn Sie sich weiter über Krebs informieren möchten, entdecken Sie Wissenswertes zum Thema in unserem Beitrag Krebs: Die Krankheit. Dort finden Sie einen Überblick über Krebs in Deutschland, Informationen zur Entstehung und Ursachen.

Zusätzliche Informationen bieten auch die Deutsche Krebsgesellschaft und die Deutsche Krebshilfe.
Hilfe für Betroffene und Angehörige finden Sie bei Beratungsstellen des Krebsinformationsdienstes

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