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Risikofaktor Cholesterin

Risikofaktor Cholesterin

Hohes Cholesterin – Risikofaktor ohne Symptome

Ein hoher Cholesterinspiegel ist zunächst nur ein auffälliger Blutwert, zu spüren ist davon nichts. Beschwerden verspürt ein Patient selbst oft dann nicht, wenn die Blutgefäße schon erste Schäden durch eine sich entwickelnde Atherosklerose aufweisen, die sich auf dem Boden eines erhöhten Blutfettspiegels und anderer Risikofaktoren ausbildet. Gerade deshalb ist es wichtig, die Blutfettwerte (Gesamt-, LDL-, HDL-Cholesterin, Triglyzeride) in regelmäßigen Abständen kontrollieren zu lassen. Sind die Werte erhöht, können Sie gegensteuern durch Anpassung der Ernährung, durch körperliche Aktivität oder Medikamente.

Bei einer Atherosklerose sind die Gefäße durch Plaque stark verengt, so dass kaum noch Blut hindurch fließen kann.
Schrittweise Darstellung Gefäßveränderung

Erste Messung schon im Kindesalter

Die Deutsche Gesellschaft zur Bekämpfung von Fettstoffwechselstörungen und ihren Folgeerkrankungen DGFF (Lipid-Liga) e.V. rät dazu, bei Kindern ohne positive Familienvorgeschichte bereits ab einem Alter von zehn Jahren einmal das Gesamtcholesterin im Blut messen zu lassen. Als normal gelten für Kinder Werte unter 175 mg/dl (4,54 mmol/l). Bei einem Wert von über 200 mg/dl (5,19 mmol/l) sollte der Arzt zusätzlich auch LDL- und HDL-Cholesterin bestimmen. Ergeben sich danach Anhaltspunkte für einen erhöhten LDL-Cholesterinspiegel, wäre der nächste Schritt eine Beratung, wie durch Ernährung und Sport die Blutfettwerte normalisiert werden können. Bei Gesamtcholesterinwerten zwischen 175 und 200 mg/dl sollte wiederholt gemessen werden.

Erwachsene können ab dem 35. Lebensjahr alle zwei Jahre den Cholesterinspiegel im Rahmen des von den Krankenkassen bezahlten Gesundheits-Check-up bestimmen lassen. Zu dieser Vorsorgeuntersuchung gehört neben der Analyse von Cholesterin, Blutzucker und weiteren Laborwerten auch eine ausführliche ärztliche Anamnese, um das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu ermitteln.

Risikofaktoren erfassen

Der Hausarzt kann durch eine Untersuchung der Blutfettwerte das individuelle Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen ermitteln.
Arztgespräch

Ob die gemessenen Werte für LDL- und HDL-Cholesterin im Normbereich, noch tolerabel oder zu hoch sind, hängt auch von der Risikokonstellation jedes Einzelnen ab. Der Arzt fragt deshalb auch danach, ob Eltern oder Geschwister an einer Herz-Kreislauf-Erkrankung leiden (z.B. koronare Herzkrankheit, KHK). Dieser Umstand erhöht das eigene Risiko vor allem dann, wenn die Erkrankung schon in jungen Jahren aufgetreten ist. Dies gilt bei Männern vor dem 55. Lebensjahr und bei Frauen vor dem 65. Lebensjahr. Weitere Risikofaktoren sind höheres Alter (Männer über 45 Jahre, Frauen über 55 Jahre), Rauchen, Diabetes mellitus, Bluthochdruck und ein erhöhter Bauchumfang. Lesen Sie dazu auch hier.

LDL-Cholesterin hat an der Entwicklung einer Atherosklerose einen maßgeblichen Anteil. Die Veränderungen an den Blutgefäßen beruhen aber auf vielen Faktoren, von denen viele noch gar nicht bekannt sind.

Quellen:

Lipid Liga für Ärzte, Patienten und Interessierte: junge Patienten (Stand: 04.12.2013) http://www.lipid-liga.de/cms/index.php?option=com_content&task=view&id=54&Itemid=152
Gesundheitsinformation Überblick: Erhöhte Cholesterinwerte (Stand: 04.12.2013) http://www.gesundheitsinformation.de/ueberblick-erhoehte-cholesterinwerte-hypercholesterinaemie.1128.de.pdf