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Morbus Crohn - Ursachen und Beschwerden

Morbus Crohn - Ursachen und Beschwerden

Warum entsteht Morbus Crohn und was passiert im Darm?

Was genau zum Ausbruch eines Morbus Crohn führt, lässt sich noch nicht abschließend beantworten. Eine Verbindung von genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen führen zu einer Störung der Barrierefunktion in der Darmschleimhaut. Darmbakterien können sich dadurch auf der Darmwand ansiedeln und lösen eine starke Entzündung aus.

Ursachen und Risikofaktoren von Morbus Crohn

Bekannt ist, dass Morbus Crohn familiär gehäuft auftritt. Kinder von Patienten erkranken mit höherer Wahrscheinlichkeit ebenfalls an Morbus Crohn als Kinder, deren Eltern gesund sind. Die Erbanlagen spielen also durchaus eine Rolle bei der Krankheitsentstehung. Mittlerweile wurden auch verschiedene Bereiche innerhalb des Erbguts identifiziert, die mit einem erhöhten Erkrankungsrisiko einhergehen. Allerdings zeigt sich auch, dass nicht die Erbanlagen allein verantwortlich sein können.

Es ist auffallend, dass Morbus Crohn insbesondere in Ländern mit westlichem Lebensstil auftritt. Für bestimmte Nahrungsmittel besteht ein erhöhtes Risiko für chronisch-entzündliche Darmerkrankungen, wie beispielsweise viel tierisches Protein, Zucker, Süßigkeiten, Öle, Fisch und Muscheln. 

Abwehr im Darm gerät aus dem Gleichgewicht

Milliarden von körperfremden Substanzen und Mikroorganismen gelangen täglich über die Nahrung in den Körper. Im Verdauungstrakt sollen Nährstoffe aufgenommen werden und das Immunsystem soll dort nützliche Bakterien der Darmflora tolerieren, aber auch Keime bekämpfen und giftige Substanzen unschädlich machen. Bei einem Morbus Crohn funktioniert dieses System vermutlich an mehreren Stellen nicht richtig.

Die Darmschleimhaut von Patienten mit Morbus Crohn besitzt eine veränderte Struktur. Dadurch ist ihre natürliche Barrierefunktion gegenüber Eindringlingen eingeschränkt. Bakterien und andere Fremdstoffe können so in die Darmwand gelangen und dort eine Abwehrreaktion auslösen.

Schübe kennzeichnen eine erhöhte Krankheitsaktivität

Stärke und Art der Symptome richten sich nach der Schwere der Entzündung im Darm, dem Ausmaß des Darmbefalls und dem Vorhandensein von Begleiterkrankungen. Der Krankheitsverlauf kann sehr unterschiedlich ausfallen und lässt sich für den einzelnen Patienten nicht vorhersagen.

Symptome bei Morbus Crohn

Zu den möglichen Beschwerden der Erkrankung zählen:

  • Bauchschmerzen
  • Durchfälle
  • Gewichtsverlust
  • Fieber
  • Stenosen
  • Fisteln      

Wie verläuft die Erkrankung?

Morbus Crohn ist eine chronische, aber meistens schubweise verlaufende Erkrankung. Hierbei kann der gesamte Verdauungstrakt betroffen sein – am häufigsten tritt die Entzündung am Übergang von Dünndarm in den Dickdarm auf. Mehrere, nicht zusammenhängende Stellen des Verdauungstraktes können betroffen sein – ebenso wie alle Schichten der Darmwand.