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Vorsorge beim Arzt

Vorsorge beim Arzt

Warum die ärztliche Vorsorge bei Cholesterin wichtig ist

Ein Herzinfarkt kommt oft völlig überraschend; die Betroffenen ahnten zuvor meist nicht, dass sie zu einer Risikogruppe gehören. Denn die Atherosklerose (= Arterienverkalkung) verläuft besonders zu Beginn meist unbemerkt. Viele Faktoren, die sie begünstigen, wie auch Fettstoffwechselstörungen oder ein Bluthochdruck in der Frühphase, verursachen keine oder kaum Beschwerden. Wie hoch das persönliche Risiko ist, innerhalb der nächsten zehn Jahre einen Herzinfarkt zu erleiden, kann der Arzt u.a. auch mit Computerprogrammen errechnen. Dazu benötigt er neben den persönlichen Daten (Alter, Geschlecht, familiäres Risiko, Rauchen) auch Laborergebnisse (LDL-, HDL-Cholesterin, Nüchtern-Blutzucker) sowie Blutdruckwerte.

Patientenbroschüre Cholesterin (PDF)

Checkliste für Ihr Arztgespräch zum Thema Cholesterin

Der Gesundheits-Check-up, den die Krankenkassen ab einem Alter von 35 Jahren alle zwei Jahre bezahlen, dient unter anderem dazu, die Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen zu erfassen. Eine große Rolle spielt hierbei das Blutfettprofil. Diese Chance, regelmäßig die Cholesterinwerte überprüfen zu lassen, ebenso den Blutzucker und Blutdruck, sollte jeder nutzen. Auch bei Kindern sollte einmal im Alter von zehn Jahren der Gesamtcholesterinspiegel gemessen werden.

Checkliste Arztgespräch (PDF)

Das tatsächliche Herzinfarktrisiko kann nur der Arzt, unter Berücksichtigung der Laborwerte, einschätzen.
Ärztliche Vorsorge

Übrigens: Erhöhte Cholesterinspiegel können jeden treffen, auch schlanke, sportliche Menschen. Denn Fettstoffwechselstörungen sind nicht nur Folge eines ungesunden Lebensstils. Auch eine erbliche Veranlagung kann eine Rolle spielen. Bei gesunden Menschen halten sich Zufuhr und Eigenproduktion von Cholesterin die Waage. Essen wir wenig Cholesterin, bildet der Körper selbst mehr. Enthält die Nahrung viel Cholesterin, geht die körpereigene Produktion zurück. Dieser Regelmechanismus ist bei Menschen mit Fettstoffwechselstörungen aus dem Gleichgewicht geraten. Deshalb ist bei ihnen neben der Diät oft eine medikamentöse Behandlung erforderlich. Sind die Blutfettwerte erhöht, wird der Arzt in Abhängigkeit vom weiteren Risikoprofil, das heißt dem Vorliegen anderer bekannter Risikofaktoren wie zum Beispiel Bluthochdruck oder Diabetes mellitus, mit Ihnen besprechen, was zu tun ist. Je nach Situation wird er wahrscheinlich empfehlen, zunächst durch eine gesunde Ernährung, Aufgabe des Rauchens und mehr Bewegung gegenzusteuern. Es ist aber auch möglich, dass er zusätzlich zu dieser Lebensstiländerung eine medikamentöse Behandlung für notwendig erachtet.