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Spirale: östrogen- und gestagenfrei (mechanische Verhütung)

Spirale: östrogen- und gestagenfrei (mechanische Verhütung)

Das Intrauterinpessar (IUP), wie die Spirale auch genannt wird, ist ein T- oder hufeisenförmiger Kunststoffkörper, dessen Mittelstück mit Kupferdraht umwickelt ist. Seine Form dient zur zuverlässigen Platzierung der Spirale in der Gebärmutter und auch, um sie wieder leicht entfernen zu können. Einige Kupferspiralen enthalten zusätzlich auch Gold- oder Silberlegierungen. Die Spirale wird von der Frauenärztin/dem Frauenarzt direkt in die Gebärmutter eingesetzt – meist während der Periode, da in dieser Zeit der Gebärmutterhals geweitet ist. Nach meist 5 Jahren wird die Spirale entfernt.

Die Wirkweise der Spirale beruht auf einer spermiziden Wirkung der Kupferionen, die die Beweglichkeit und Lebensdauer der Samenzellen verringern. Zudem verursacht die Spirale als Fremdkörper eine sterile Entzündungsreaktion, durch die sich die Beschaffenheit der Gebärmutterschleimhaut verändert. Frauen, die sich zur Empfängnisverhütung eine Spirale einsetzen lassen, sollten den korrekten Sitz regelmäßig überprüfen lassen. Ihre Lage sollte nach 4 – 12 Wochen bzw. nach der nächsten Menstruation erstmals kontrolliert werden und danach mindestens einmal jährlich. Manchmal kann eine Spirale ihre Lage verändern und verrutschen oder ausgestoßen werden. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen sind daher wichtig – auch, um eine sichere Empfängnisverhütung zu gewährleisen.