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Bechterew-Behandlung: 
Eine Übersicht

Bechterew-Behandlung:
Eine Übersicht

Morbus Bechterew ist bisher nicht heilbar, die Entwicklung von Bewegungseinschränkungen kann jedoch verhindert oder aufgehalten werden

 

Um schwere Haltungsschäden zu vermeiden sollte vor allem auf genügend Bewegung geachtet werden. Arzt, Therapeut und Patient tragen hier eine aktive Rolle in der Behandlung.

Der Erhalt der Wirbelsäulenbeweglichkeit sowie der körperlichen Funktionsfähigkeit gehören zu den langfristigen Zielen der Behandlung. 

Die Behandlung setzt sich im Wesentlichen aus zwei Bausteinen zusammen:

  • Physikalische Maßnahmen, insbesondere aktive Bewegungsübungen
  • Medikamentöse Therapie

Chirurgische Eingriffe spielen bei der Behandlung von Morbus Bechterew nur selten eine Rolle. Sie können aber in einigen Fällen eine elementare Hilfe sein.

Medikamentöse Therapieoptionen

Moderne Medikamente sind im Allgemeinen in der Lage, den Krankheitsverlauf von Morbus Bechterew positiv zu beeinflussen und die Beschwerden meistens auch zu lindern. Je nach Schweregrad der Erkrankung werden unterschiedliche Medikamente eingesetzt. Eine Auswahl an verschiedenen Medikamentenklassen haben wir im Folgenden zusammengestellt.

NSAR - Nichtsteroidale Antirheumatika

NSAR sind kortisonfreie, entzündungshemmende Schmerzmedikamente. Sie können zur symptomatischen Behandlung von Schmerzen und Entzündungen, beispielsweise bei Morbus Bechterew und anderen entzündlich-rheumatischen Erkrankungen, eingesetzt werden. Dosierung und Dauer der Therapie sollten aufgrund des Sicherheitsprofils der Präparate fortwährend überprüft werden.

Biologische DMARDs (Biologika)

Biologika, wie zum Beispiel TNFα-Inhibitoren, sind biotechnologisch hergestellte Eiweißstoffe, die zielgerichtet gegen entzündungsfördernde Botenstoffe des Körpers gerichtet sind. Sie wirken häufig auch bei den Patienten, bei denen die rheumatische Erkrankung auf die üblichen Therapien nicht oder nicht ausreichend reagiert hat.

Neben den TNFα-Blockern können auch Interleukin 17-Blocker bei Patienten mit Morbus Bechterew zum Einsatz kommen.

Kortikosteroide

Kortikosteroide sind auch als Steroide, Glukokortikoide oder Kortisonpräparate bekannt. Sie werden lokal oder systemisch angewendet und sollen generell nicht über einen längeren Zeitraum verabreicht werden.

 

Nähere Informationen zu den beschriebenen Therapieoptionen erhalten Sie von Ihrem behandelnden Arzt. Wie alle Arzneimittel können auch die Medikamente der oben genannten Klassen Nebenwirkungen haben. Diese müssen aber nicht zwangsläufig bei jedem Anwender auftreten. Einige unerwünschte Wirkungen bedürfen einer Behandlung. Es ist wichtig, als Patient die jeweiligen Beipackzettel der Medikamente zu beachten und den behandelnden Arzt bei Bedarf zu kontaktieren. Nur mit dieser Unterstützung können eventuell auftretende Nebenwirkungen erkannt und die erforderlichen Maßnahmen ergriffen werden.