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Schwarzer Hautkrebs - Malignes Melanom

Schwarzer Hautkrebs - Malignes Melanom

Was ist schwarzer Hautkrebs?

Ein junges Paar spaziert bei sonnigem Wetter am Strand.

Der Begriff Hautkrebs umfasst mehrere Krankheiten der Haut, die sich sowohl in ihren biologischen Eigenschaften, als auch bezüglich der Therapien stark unterscheiden. Schwarzer Hautkrebs wird auch malignes Melanom genannt, was soviel wie „bösartig“ bedeutet.

Früh erkannt ist schwarzer Hautkrebs durch Entfernung des krankhaft veränderten Gewebes mittels chirurgischem Eingriff gut behandelbar. Wird schwarzer Hautkrebs im fortgeschrittenen Stadium entdeckt, ist er hingegen sehr aggressiv. Er kann sich schnell im Körper ausbreiten und zum Zeitpunkt der Entdeckung bereits Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet haben.

Daten des Robert Koch-Instituts von 2014 weisen schwarzen Hautkrebs als fünfthäufigste Krebsart bezogen auf die Neuerkrankungsrate aus. So waren 10.910 Männer und 10.310 Frauen betroffen, wobei Frauen in der Regel früher erkranken als Männer (Durchschnittsalter 60 Jahre bei Frauen vs. 67 Jahre bei Männern).

Statistik der Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen nach Entstehungsort
Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen nach Entstehungsort (in Prozent), Deutschland 2014, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“

Etwa 1 Prozent aller durch Krebs bedingten Todesfälle wird durch Hautkrebs verursacht. Das entspricht ca. 3.000 Todesfällen in Deutschland pro Jahr.

Wie entsteht schwarzer Hautkrebs?

Querschnitt durch die Hautschichten mit Oberhaut, Lederhaut und Unterhaut
Querschnitt durch die Haut

Hautkrebs entsteht – wie der Name schon sagt – in der Haut, allerdings in unterschiedlichen Zelltypen bzw. Hautschichten. Der schwarze Hautkrebs bildet sich in der Regel aus krankhaft veränderten Pigmentzellen (Melanozyten) der tieferen Hautschichten der Oberhaut (Epidermis).

Die Oberhaut (Epidermis) setzt sich aus drei Schichten zusammen:

  • Basalzellschicht (Erneuerungsschicht)
  • Stachelzellschicht
  • Hornschicht

Die Melanozyten befinden sich in der Basalzellschicht. Sie sind dort verantwortlich für die Bildung des Farbstoffes „Melanin“, der eine wichtige Schutzfunktion gegen UV-Strahlung darstellt. Als eine Ursache für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs gelten Schäden, die durch die UV-Strahlen der Sonne hervorgerufen werden.

Durch welche Faktoren erhöht sich das Risiko für schwarzen Hautkrebs?

Eine Reihe von Faktoren können das Risiko für die Entstehung von schwarzem Hautkrebs erhöhen. Dabei spielt auch die genetische Veranlagung eine Rolle. Menschen, bei denen ein Familienmitglied an einem malignen Melanom erkrankt ist, haben so beispielsweise ein höheres Risiko, selbst an schwarzem Hautkrebs zu erkranken.

Darüber hinaus ist das Risiko, ein malignes Melanom bzw. schwarzen Hautkrebs zu entwickeln, bei folgenden Menschen erhöht:

  • Hellhäutigen Personen und Menschen, die sich häufig der Sonnenbestrahlung aussetzen
  • Personen, die häufiger Sonnenbrände erlitten haben, besonders in ihrer Kindheit
  • Menschen mit einer größeren Anzahl von Pigmentflecken, auch Leberflecken oder Muttermale genannt. Diese Pigmentflecken können sogar Vorläufer für die Entstehung des Melanoms sein

eine Reihe von Beispielbildern von Personen mit unterschiedlichen Hauttypen von hell bis dunkel
Unterschiedliche Haut- und Lichttypen / Hautkrebsrisiko in Abhängigkeit vom Haut- bzw. Lichttyp.

Frau beim Auftragen von Sonnencreme
Hautkrebs vorbeugen und den Sonnenschutz beachten

Bereits häufige, intensive UV-Bestrahlungen, wie zum Beispiel Sonnenbäder im Urlaub, können das Hautkrebsrisiko zusätzlich erhöhen. Experten raten daher auch bei diesen eher kurzen Intervallen auf den Sonnenschutz zu achten.

Einen Leitfaden, welcher Schutz für Sie der richtige ist, sowie einen Leitfaden zur Selbstuntersuchung finden Sie hier.

Schwarzer Hautkrebs: Wie wird die Diagnose gestellt?

Männlicher Arzt steht neben einem MRT-Gerät und führt einen Scan an einem Patienten durch.
Bildgebende Verfahren zur Hautkrebserkennung – Computertomographie / Zur Diagnose des schwarzen Hautkrebses werden unter anderem auch bildgebende Verfahren wie die Computertomographie oder die Magnetresonanztomographie eingesetzt.

Die Diagnose schwarzer Hautkrebs wird anhand verschiedener diagnostischer Verfahren gestellt. Dazu gehören:

  • Feingewebliche Untersuchungen von Gewebeentnahmen (Biopsie) verdächtiger Hautveränderungen
  • Bildgebende Verfahren wie Ultraschall, Computertomographie (CT) oder Kernspin- bzw. Magnetresonanztomographie (MRT) Blutuntersuchungen

Nachdem Hautkrebs diagnostiziert wurde, stellt sich zunächst die Frage nach der Ausbreitung der Erkrankung. Diese Informationen sind wichtig, um die bestmögliche Therapie für den Patienten zu bestimmen. Dabei wird der Tumor anhand des sogenannten TNM-Systems in verschiedene Stadien unterteilt. Folgende Parameter sind dafür relevant:

  1. Die Größe des Tumors (T)
  2. ob die Lymphknoten befallen sind (N)
  3. und ob schon Metastasen, also Tumorabsiedlungen, in anderen Organen zu finden sind (M)

Die daraus resultierenden Stadien sind gegliedert in:

  • Stadium I: Schwarzer Hautkrebs im Frühstadium, kein Lymphknotenbefall und keine Metastasen
  • Stadium II: Schwarzer Hautkrebs, kein Befall von Lymphknoten und keine Metastasen
  • Stadium III: Schwarzer Hautkrebs, Befall der Lymphknoten ohne Fernmetastasen
  • Stadium IV: Schwarzer Hautkrebs, dessen Krebszellen bereits andere Organe des Körpers befallen haben (Tochtergeschwülste bzw. Fernmetastasen)

Zur Stadieneinteilung gehört zudem die Unterteilung in A, B und C. Die Buchstaben werden ergänzend zum Stadium angegeben (bspw. Stadium IIA). Sie bezeichnen, welche Dicke der Tumor hat und ob eine Ulzeration vorliegt. Eine Ulzeration ist eine Geschwürbildung, u. a. bei oberflächlich gelegenen Tumoren.

Welche Therapieoptionen gibt es bei schwarzem Hautkrebs?

Krankenschwester beim Anschließen eines Infusionsbeutels

Die Operation gilt nach wie vor als wichtige Therapieoption – unter bestimmten Umständen (z. B. bei wenigen, gut operablen Geschwülsten) sogar zur Eindämmung der Erkrankung.

Die Wahl der Therapie zur Behandlung von schwarzem Hautkrebs ist abhängig vom Stadium der Erkrankung. Frühe Stadien haben in der Regel den Vorteil, dass der Tumor lokal begrenzt ist und die vollständige operative Entfernung des betroffenen Gewebes mit guten Prognosen einhergeht. Mitunter dank intensiver Früherkennungsmaßnahmen werden inzwischen viele Melanome in diesem frühen Stadium erkannt und behandelt.

Je nach Stadium und Vorhandensein von Metastasen kommen neben der Operation folgende Therapien zum Einsatz:

  • Strahlentherapie
  • immunonkologische Therapie
  • und unter bestimmten Voraussetzungen zielgerichtete Therapien

Der Chemotherapie messen Experten hingegen inzwischen in vielen Fällen eine nachrangige Bedeutung zu.

Das Immunsystem - Ein Schlüssel im Kampf gegen den schwarzen Hautkrebs?

Immunonkologische Wirkstoffe zielen darauf ab, das körpereigene Immunsystem für den Kampf gegen den Krebs stark zu machen und zu reaktivieren.

Immunzellen, die von den Krebszellen ausgetrickst und an ihrer Abwehrfunktion gehindert werden, können so wieder in die Lage versetzt werden, die Krebszellen zu erkennen und zu bekämpfen – das Immunsystem wird sozusagen reaktiviert. Die Wirkstoffe, die dabei zum Einsatz kommen, werden Checkpoint-Hemmer oder -Inhibitoren genannt. Sie sind inzwischen bei einer Reihe von Krebserkrankungen im forgeschrittenen Stadium zugelassen – darunter auch schwarzer Hautkrebs, Lungenkrebs, Lymphknotenkrebs und Blasenkrebs.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.krebsinformationsdienst.de sowie www.krebshilfe.de.