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Rheumatoide Arthritis - Beschwerden & Ursachen

Rheumatoide Arthritis - Beschwerden & Ursachen

Rheumatoide Arthritis – Mögliche Symptome und Verlauf

Der Verlauf der Rheumatoiden Arthritis (RA) ist sehr unterschiedlich und daher schwer vorhersehbar. Die Erkrankung kann schleichend beginnen oder abrupt auftreten. Hauptmerkmal ist eine chronische Entzündung der Gelenke. Die Beweglichkeit und die Funktion der betroffenen Gelenke können als Folge dieser chronischen Entzündung eingeschränkt sein. Wichtig ist die frühzeitige Diagnose, denn je früher die Krankheit erkannt wird, desto besser lassen sich Gelenkschäden verhindern. 

Typische Symptome in der Übersicht

Welche Gelenke können bei einer RA betroffen sein?
  • Hauptmerkmal einer Rheumatoiden Arthritis ist eine anhaltende Entzündung der Gelenke (mehr als 6 Wochen). Die Gelenke sind geschwollen und/oder druckempfindlich, schmerzhaft und oft warm, gelegentlich auch gerötet.
  • Die Steifigkeit der Gelenke ist morgens stärker als tagsüber und wird durch Bewegung besser.
  • Die Symptome treten meist zunächst an den Finger- und Handgelenken auf. Manchmal kann die Erkrankung für Jahre ruhen, bevor dann plötzlich schubweise weitere Gelenke dazu kommen, wie etwa Zehen- und Fußgelenke, Ellenbogen, Schulter, Knie, Hüfte und die Halswirbelsäule.
  • Die Beschwerden treten im Verlauf der Erkrankung meist an mehreren Gelenken in einem symmetrischen Muster auf – links und rechts sind häufig die gleichen Gelenke betroffen.
  • An den Gelenken können sich in manchen Fällen Knoten und Knötchen unter der Haut bilden (sogenannte „Rheumaknoten“), besonders im Bereich der Ellenbogen.
  • Allgemeines Krankheitsgefühl – Müdigkeit, Erschöpfung, leichtes Fieber und Appetitlosigkeit können unter anderem auftreten.
  • Neben den Gelenken können auch andere Strukturen des Bewegungsapparates (z. B. Sehnenscheiden, Schleimbeutel), innere Organe (z. B. Herz, Lunge), Nerven oder Blutgefäße von der Entzündung betroffen sein. 

Können Kinder auch betroffen sein?

Auch Kinder können an einer entzündlich-rheumatischen Gelenkerkrankung leiden – der Fachbegriff für Kinderrheuma ist Juvenile Idiopathische Arthritis (JIA). Eine Ausbreitung auf verschiedene Organe ist auch möglich. Kinder und Jugendliche jeden Alters können von unterschiedlichen Formen der JIA betroffen sein. Anzeichen für eine chronische Gelenkentzündung bei Kindern können unter anderem schmerzhafte, geschwollene und überwärmte Gelenke oder andauernde Morgensteifigkeit von Gelenken sein. 

Was passiert im Gelenk?

Gelenk, Schemazeichnung (links Normalzustand, rechts Entzündung bei RA)

Durch die Entzündung kommt es bei der RA unter anderem zur verstärkten Durchblutung. Die Gelenke sind oft überwärmt und schmerzhaft geschwollen, denn die entzündete Gelenkinnenhaut sondert übermäßig viel Gelenkflüssigkeit ab und es entsteht ein Erguss.

Wird der Prozess chronisch – kommt die Entzündung also nicht zum Stillstand – bildet sich vermehrt Bindegewebe, ähnlich überschießendem Narbengewebe, das bei der RA als Pannusgewebe bezeichnet wird. Dieses Bindegewebe überzieht zunächst die Gelenkflächen und kann später in Knorpel und Knochen hineinwachsen, wodurch schließlich die Gelenkstruktur zerstört wird.

Gelenknahe Strukturen wie Kapsel, Sehnen und Bänder werden von der Entzündung miterfasst, was zur Instabilität und Fehlstellung des Gelenkes beitragen kann.

Wird die RA nicht ausreichend behandelt, kann die Schädigung schließlich zur Verformung, Fehlstellung und Versteifung des Gelenks und zu Beeinträchtigungen oder Verlust der Beweglichkeit führen.