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Entscheidender Faktor: eine frühzeitige & exakte Diagnose

Entscheidender Faktor: 
eine frühzeitige & exakte Diagnose

Gerade zu Beginn der Erkrankung, bei minimalem Befall der Haut oder nur geringen Gelenkbeschwerden ist die Psoriasis-Arthritis oft nicht einfach zu erkennen. Die Diagnose sollte dementsprechend von einem Facharzt gestellt werden.

Steht die Haut im Mittelpunkt der Beschwerden, wird in der Regel ein Hautarzt (Dermatologe) konsultiert. Bestehen Gelenkschmerzen, wird Ihr Arzt Sie gegebenenfalls zu einem Rheumatologen überweisen.

Es existiert kein einzelner Test, der zielsicher zur Diagnose Psoriasis-Arthritis führt. Daher werden Informationen aus verschiedenen Untersuchungen beurteilt. Die Vorgeschichte und die körperliche Untersuchung sowie Labor- und bildgebende Verfahren stellen die wichtigsten Säulen zur Diagnosestellung dar.

Die Vorgeschichte - ein wichtiger Baustein zur Diagnose

Hier befragt Sie der Arzt nach:

  • Ihren Beschwerden und anderen Krankheiten sowie nach bisherigen Therapien,
  • Vorliegen von Haut- und Gelenkerkrankungen in der Familie,
  • möglichen Provokationsfaktoren, die zum Ausbruch oder zur Verschlechterung der Hautbefunde geführt haben könnten.

Zur Diagnosefindung, aber auch um den weiteren Verlauf abschätzen zu können, ist es wichtig, die Symptome und Beschwerden so genau wie möglich zu schildern. Steht der Gelenkschmerz im Mittelpunkt des Geschehens, sind vor allem Fragen über das Wo, Wann und Wie von Bedeutung.

Körperliche Untersuchung - Gelenke abtasten und Haut begutachten

Bei der Untersuchung der Haut wird insbesondere an den bevorzugten Stellen (z. B. Ellenbogen, Kopfhaut, Knie, Ohren, Handoberflächen oder Fußinnenflächen) nach Hautveränderungen gesucht und veränderte Hautareale werden begutachtet.

Ist die körperliche Untersuchung der Haut nicht eindeutig, kann eine mikroskopische Untersuchung der Haut oft  Klarheit bringen.

Bestehen Gelenkbeschwerden, werden die Gelenke meist zuerst abgetastet und auf Schwellungen, Druckschmerzhaftigkeit, Fehlstellungen und Rötungen hin untersucht. Bei Rückenproblemen wird oft auch die Beweglichkeit der Wirbelsäule beurteilt.

Laboruntersuchungen können zur Diagnosefindung beitragen

Laborwerte, die nur für eine Psoriasis-Arthritis typisch sind, sind bisher nicht bekannt. Einige Blutwerte, die auf eine unspezifische Entzündungsreaktion im Körper hinweisen, können erhöht sein (Blutsenkung, C-reaktives Protein). Bei anderen entzündlichen Erkrankungen können diese Werte allerdings auch verändert sein. Damit geben diese Werte keine Auskunft, welche Erkrankung genau vorliegt. 

Bildgebende Diagnostik

Die Röntgenuntersuchung ist neben der körperlichen Untersuchung das wichtigste diagnostische Verfahren bei der Erstdiagnose und der Verlaufskontrolle der Psoriasis-Arthritis mit Gelenkbeschwerden.

Für die Erkrankung charakteristische Veränderungen an den Gelenken lassen sich häufig im Röntgenbild erkennen.

Das Gelenkultraschall oder die Gelenkszintigraphie sowie Magnetresonanztomographie sind weitere bildgebende Verfahren, die helfen können, die Diagnose zu vervollständigen bzw. den Verlauf der Erkrankung zu kontrollieren.