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Gibt es eine Crohn-Diät?

Gibt es eine Crohn-Diät?

Ernährungstipps bei Morbus Crohn

Bislang gibt es keine sicheren Belege, dass bestimmte Nahrungsmittel oder ein bestimmter Ernährungsstil einen Morbus Crohn verursachen. Dementsprechend gibt es auch keine spezielle Diät, die Morbus Crohn verhindert oder gar heilt. Gleichwohl kann das, was in den Darm gelangt, Einfluss auf den Krankheitsverlauf nehmen.

Unverträgliches meiden

Manche Patienten mit Morbus Crohn leiden zusätzlich an Nahrungsmittelunverträglichkeiten, zum Beispiel einer Intoleranz gegenüber Milchzucker (Laktose). Entsprechende Speisen sollten gemieden werden, um nicht zusätzliche Symptome zu provozieren. Darüber hinaus führen blähende Speisen und kohlensäurehaltige Getränke nicht selten zu Bauchkrämpfen und Schmerzen. Und schließlich kann eine ballaststoffreiche Ernährung bei Engstellen im Darm zu Beschwerden bis hin zum Darmverschluss führen.

Es kann hilfreich sein, die Ernährungsgewohnheiten zumindest zeitweilig zu dokumentieren und zugleich ein Symptomtagebuch zu führen. So lassen sich individuelle Unverträglichkeiten aufspüren.

Eine Ernährungsfachkraft kann in einem persönlichen Gespräch auf die individuelle Situation eingehen und detailliert beraten – nutzen Sie diese Möglichkeit.

Ernährung per Infusion in speziellen Situationen

Im akuten und schweren Schub oder bei mangelernährten Patienten, die vor einer Operation stehen, kann es sehr hilfreich sein, den Darmtrakt aus dem normalen Verdauungsprozess auszuschalten und der Schleimhaut die Chance der Erholung zu geben.

Dies geschieht meistens durch einen völligen und kompletten Stopp der Nahrungs- und Flüssigkeitsaufnahme durch den Mund. Dazu wird eine so genannte parenterale Ernährung für einige Tage über den Infusionstropf verabreicht. Diese Art der Ernährungstherapie wird lediglich bei schwer erkrankten Patienten eingesetzt.