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Schwarzer Hautkrebs / Malignes Melanom

Schwarzer Hautkrebs / Malignes Melanom

Schwarzer Hautkrebs: Hautkrebsart mit den meisten Todesfällen

Paar am Strand

Der Begriff Hautkrebs umfasst mehrere Krankheiten der Haut, die sich sowohl in ihren biologischen Eigenschaften, ihrer Bösartigkeit als auch bezüglich der Therapien stark unterscheiden. Schwarzer Hautkrebs, auch malignes („bösartiges“) Melanom genannt, ist früh erkannt durch eine chirurgische Entfernung des krankhaft veränderten Gewebes gut behandelbar. Spät entdeckter (fortgeschrittener) schwarzer Hautkrebs ist hingegen sehr aggressiv und gefährlich. Er breitet sich schnell im Körper aus und hat zum Zeitpunkt der Entdeckung manchmal schon Tochtergeschwülste (Metastasen) gebildet.1,2 Schwarzer Hautkrebs hat im Vergleich zu anderen Hautkrebsarten die höchste Entstehungsrate von Tochtergeschwülsten und ist infolgedessen die Hautkrebsart mit den meisten Todesfällen.3

Häufigkeit und Sterblichkeitsrate beim schwarzen Hautkrebs

Schwarzer Hautkrebs ist bezogen auf das Jahr 2012 die fünfthäufigste Krebsart hinsichtlich der Neuerkrankungsrate. Dies betraf jeweils etwa 10.400 Männer und Frauen1, wobei Frauen in der Regel früher erkranken als Männer (Durchschnittsalter 59 Jahre bei Frauen vs. 67 Jahre bei Männern).1

Statistik zu den häufigsten Tumorlokalisationen / Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen nach Entstehungsort (in Prozent), Deutschland 2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“
Statistik zu den häufigsten Tumorlokalisationen / Häufigkeit der Krebsneuerkrankungen nach Entstehungsort (in Prozent), Deutschland 2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“

Nur etwa 1 Prozent aller durch Krebs bedingten Todesfälle wird durch Hautkrebs verursacht. Das entspricht ca. 3.000 Todesfällen pro Jahr.4 Allerdings ist der „schwarze Hautkrebs“ für über 80 bis 90 Prozent dieser Todesfälle verantwortlich.8,9

Hautkrebs Screening – Hauttumor Früherkennungsmaßnahme / Verbesserte Früherkennungsmaßnahmen führen dazu, dass Hauttumoren häufig bereits in frühen Stadien entdeckt und entsprechend behandelt werden.
Hautkrebs Screening – Hauttumor Früherkennungsmaßnahme / Verbesserte Früherkennungsmaßnahmen führen dazu, dass Hauttumoren häufig bereits in frühen Stadien entdeckt und entsprechend behandelt werden.

Die Prognose für das Überleben von Patienten mit schwarzem Hautkrebs hängt stark davon ab, wie früh bzw. in welchem Stadium die Erkrankung festgestellt und behandelt wird.

Die Wahrscheinlichkeit, nach 5 Jahren noch zu leben, beträgt bei:1

  • Frauen: 94 Prozent
  • Männer: 91 Prozent 
Statistik – Melanom – 5 Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit / Schwarzer Hautkrebs ist früh erkannt gut behandelbar. Die Wahrscheinlichkeit, nach 5 Jahren damit noch zu leben, ist daher relativ hoch.1 Abbildung erstellt von MSD nach Daten von RKI
Statistik – Melanom – 5 Jahres-Überlebenswahrscheinlichkeit / Schwarzer Hautkrebs ist früh erkannt gut behandelbar. Die Wahrscheinlichkeit, nach 5 Jahren damit noch zu leben, ist daher relativ hoch. Abbildung erstellt von MSD nach Daten von Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“.
Entstehung des schwarzen Hautkrebses
Ursachen des schwarzen Hautkrebses
Diagnose Hautkrebs: Einteilung in Krankheitsstadien bei der Diagnose
Therapie des schwarzen Hautkrebses

Das körpereigene Immunsystem – Schlüssel im Kampf gegen Krebs

Neue Hoffnung für die Behandlung schwerer, fortgeschrittener Krebserkrankungen versprechen sich die Mediziner von innovativen Medikamenten aus dem Bereich der Immunonkologie: Diese immunonkologischen Therapeutika haben einen neuen Wirkansatz. Sie zielen darauf ab, das körpereigene Immunsystem wieder in die Lage zu versetzen, die Krebszellen zu erkennen und sie zu zerstören.2 Im Gegensatz zu den bisherigen Medikamenten wie z. B. Chemotherapeutika bekämpfen die immunonkologischen Medikamente nicht die Krebszelle an sich, sondern aktivieren das körpereigene Immunsystem im Kampf gegen den schwarzen Hautkrebs. Sie werden als Innovation im Rahmen der Krebstherapie betrachtet. Es wird aktuell geprüft, inwieweit die Therapie auch für weitere Krebsarten angewendet werden kann.

Quellen:

  1. Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.: „Krebs in Deutschland 2011/2012“, 10. Ausgabe, 2015; Abrufbar unter: http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2015/krebs_i n_deutschland_2015.pdf. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  2. Luke JJ, et al. PD-1 pathway inhibitors: The next generation of immunotherapy for advanced melanoma. Oncotarget 2015; 6: 3479–3492.
  3. Leung AM, et al. Surgery for Distant Melanoma Metastasis. Cancer J 2012; 18(2): 176–184.
  4. Goeckenjan G et al. Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft. Pneumologie 2010; 64, Supplement 2: e1– e164.
  5. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Krebsentstehung. Krebs: Was ist das eigentlich? Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsentstehung-faq.php. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  6. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Hautkrebs: Basaliome, Plattenepithelkarzinome, maligne Melanome. Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/tumorarten/weitere-tumorarten/hautkrebs.php. Letzter Zugriff: 23.11.2015.
  7. Stiftung Deutsche Krebshilfe. Die blauen Ratgeber „Hautkrebs. Antworten. Hilfen. Perspektiven.“. Stand: 5/2015.
  8. Leitlinienprogramm Onkologie der AWMF, Deutschen Krebsgesellschaft e.V. und Deutschen Krebshilfe e.V. Malignes Melanom. S3-Leitlinie „Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Melanoms“. Version 1.1 - Februar 2013. Abrufbar unter http://www.awmf.org/leitlinien/detail/ll/032-024OL.html. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  9. Kraywinkel K, et al. Epidemiologie und Früherkennung häufiger Krebserkrankungen in Deutschland. Hrsg. Robert Koch-Institut Berlin, GBE kompakt 3(4), 2012. Abrufbar unter: www.rki.de/gbe-kompakt. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  10. Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften e. V., Deutsche Krebsgesellschaft e. V., Deutsche Krebshilfe e. V. Melanom. Ein Ratgeber für Patientinnen und Patienten. Patientenleitlinie, 2014.
  11. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. TNM-System. TNM-System und Staging. Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/untersuchung/tnm.php. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  12. Balch CM et al. Multivariate analysis of prognostic factors among 2,313 patients with stage III melanoma: Comparison of nodal micrometastases versus macrometastases. J Clin Oncol 2010;28(14):2452-59. 

Bildquelle "Hautkrebs Screening": © Thinkstock/Alexander Raths