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Krebs: die Krankheit

Krebs: die Krankheit

Ein Überblick: Krebs in Deutschland

 

2012 erkrankten in Deutschland etwa 478.000 Menschen an Krebs.
Insgesamt verstarben knapp 221.000 Menschen an dieser Erkrankung.1 Die Zahl der Krebsneuerkrankungen stieg zwischen 2002 und 2012 bei Männern um 13 %, bei Frauen um 10 %.1

Statistik zur Zahl der Neuerkrankungs- und Sterbefälle bei Krebs / Zahl der Neuerkrankungs- und Sterbefälle bei Krebs nach Geschlecht, Deutschland 1999-2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“.
Statistik zur Zahl der Neuerkrankungs- und Sterbefälle bei Krebs / Zahl der
Neuerkrankungs- und Sterbefälle bei Krebs nach Geschlecht, Deutschland 1999-2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“.

Aufgrund des medizinischen Fortschrittes (z. B. zielgerichtete Therapien) hat sich die Prognose der Krebspatienten zwar verbessert,1 doch insbesondere bei aggressivem Krebs oder Krebs, der zu spät erkannt wurde (fortgeschrittenes Stadium), werden innovative Therapieoptionen zur Krebsbekämpfung weiterhin dringend benötigt. Das Prinzip der bisherigen Krebstherapien basiert auf einem direkten Angriff der Krebszellen. Der Therapieansatz der Immunonkologie ist es, das körpereigene Immunsystem des Patienten im Kampf gegen den Krebs wirkungsvoll zu aktivieren und zu nutzen.2

Patienten mit schwarzem Hautkrebs, der sich bereits im fortgeschrittenen Stadium befindet, hatten bisher nur geringe Chancen für ein Überleben über 5 Jahre hinaus.3,4 Erste Fortschritte in der Behandlung des schwarzen Hautkrebses im fortgeschrittenen Stadium konnten bereits gezeigt werden.

Was ist Krebs und wie entsteht dieser?

Unter der Bezeichnung Krebs werden über hundert verschiedene Krankheiten zusammengefasst, die alle eines gemeinsam haben: Sie entstehen dadurch, dass sich körpereigene Zellen krankhaft verändern und sich infolgedessen unkontrolliert teilen und vermehren. Ein Tumor wird gebildet, der in umliegendes Gewebe einwachsen und dieses zerstören kann.

Krebszellen können sich über Blut- und Lymphbahnen im gesamten Körper ausbreiten. So besteht die Möglichkeit, dass sich Ableger in anderen Organen bilden – sogenannte Tochtergeschwülste oder Metastasen. Besitzt der Krebs die Fähigkeit, sich im ganzen Körper auszubreiten, wird er aufgrund seiner gefährlichen Eigenschaften als bösartig bezeichnet. Gutartige Tumoren wachsen hingegen nicht über die Gewebegrenzen hinaus und bilden daher keine Metastasen.5

Rate der Krebsneuerkrankungen nach Alter und Geschlecht / Rate der Krebsneuerkrankungen nach Alter und Geschlecht je 100.000 Einwohner, Deutschland 2011-2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“.
Rate der Krebsneuerkrankungen nach Alter und Geschlecht / Rate der Krebsneuerkrankungen nach Alter und Geschlecht je 100.000 Einwohner, Deutschland 2011-2012, modifiziert nach Robert-Koch-Institut „Krebs in Deutschland“.

Ursachen der Krebserkrankung

Warum manche Menschen Krebs bekommen und andere nicht, ist bis heute noch nicht geklärt. Allerdings weiß man inzwischen, dass sich Krebs aufgrund schädlicher Erbgutveränderungen entwickelt. Diese genetischen Fehler im Erbgut können verschiedene Ursachen haben: So spielen Umweltfaktoren oder Schadstoffe – Zigarettenrauch, UV-Strahlung etc. – bei der Zellentwicklung eine Rolle. Abnormitäten im Zellerbgut können aber auch zufällig bei der Zellteilung auftreten. Die Wahrscheinlichkeit für eine solche zufällige krankhafte Veränderung der Erbsubstanz (Spontanmutation) steigt mit zunehmendem Alter. Krebs tritt deshalb häufig bei älteren Menschen auf.5

Quellen:

  1. Robert Koch-Institut und Gesellschaft der epidemiologischen Krebsregister in Deutschland e.V.: „Krebs in Deutschland 2011/2012“, 10. Ausgabe, 2015; Abrufbar unter: http://www.krebsdaten.de/Krebs/DE/Content/Publikationen/Krebs_in_Deutschland/kid_2015/krebs_in_deutschland_2015.pdf. Letzter Zugriff: 21.03.2016.
  2. Luke JJ, et al. PD-1 pathway inhibitors: The next generation of immunotherapy for advanced melanoma. Oncotarget 2015; 6: 3479–3492.
  3. Leung AM, et al. Surgery for Distant Melanoma Metastasis. Cancer J 2012; 18(2): 176–184.
  4. Goeckenjan G et al. Prävention, Diagnostik, Therapie und Nachsorge des Lungenkarzinoms. Interdisziplinäre S3-Leitlinie der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie und Beatmungsmedizin und der Deutschen Krebsgesellschaft. Pneumologie 2010; 64, Supplement 2: e1– e164.
  5. Krebsinformationsdienst des Deutschen Krebsforschungszentrums. Krebsentstehung. Krebs: Was ist das eigentlich? Abrufbar unter: https://www.krebsinformationsdienst.de/grundlagen/krebsentstehung-faq.php. Letzter Zugriff: 21.03.2016.