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Hodgkin-Lymphom

Hodgkin-Lymphom

Diagnose Hodgkin-Lymphom – Was nun?

Das Hodgkin-Lymphom (früher auch Morbus Hodgkin genannt) ist eine bestimmte Art von Lymphknotenkrebs. Insgesamt zählt es zu den seltenen Krebserkrankungen. Bei Patienten im jungen Erwachsenenalter ist es jedoch eine der häufigsten Krebsdiagnosen.

Die bösartige Krebsart, die sich durch ein unkontrolliertes Zellwachstum auszeichnet, entsteht in einem Lymphknoten des lymphatischen Systems. Von dort kann sich der Krebs im ganzen Körper ausbreiten und auch andere Organe befallen. Antworten zu Fragen rund um die Erkrankung und den verschiedenen Therapiemöglichkeiten finden Sie im Folgenden aufbereitet.

Hodgkin-Lymphom – Was ist das?

Was ist ein Hodgkin-Lymphom?

  • Das Hodgkin-Lymphom, eine bestimmte Art von Lymphknotenkrebs, ist eine bösartige Krebserkrankung des lymphatischen Systems.

Was ist das lymphatische System?

  • Das lymphatische System gehört zum Immunsystem.
  • Es durchzieht den ganzen Körper und umfasst unter anderem die Lymphknoten, die Milz, das Knochenmark sowie die Gaumen- und Rachenmandeln.
  • Hodgkin-Lymphome können sich demzufolge grundsätzlich überall im Körper bilden.

Wie entsteht das Hodgkin-Lymphom?

  • Hodgkin-Lymphome entstehen, wenn sich bestimmte Zellen des lymphatischen Gewebes, sogenannte B-Lymphozyten (bestimmte weiße Blutkörperchen), infolge von Veränderungen im Erbgut krankhaft verändern.
  • Schließen sich mehrere dieser typischen „Hodgkin-Zellen“ zusammen, bilden sich sogenannte Reed-Sternberg-Riesenzellen, die kennzeichnend für das Hodgkin-Lymphom sind.

Was sind typische Symptome für ein Hodgkin-Lymphom?

  • Bei etwa 7 von 10 Patienten zeigt sich die Krebserkrankung durch schmerzlose Schwellungen der Lymphknoten.
  • Die Schwellungen treten häufig am Hals oder hinter dem Brustbein auf, manchmal auch an anderen Körperstellen, wie z. B. in den Achselhöhlen, im Bauchbereich oder der Leistengegend.
  • Außerdem kann es zu weiteren allgemeinen Symptomen (ohne anderweitige erklärbare Ursache) kommen, wie beispielsweise:

    • Fieber über 38°C
    • Nachtschweiß
    • Ungewollter Gewichtsverlust (von mehr als einem Zehntel des Körpergewichts innerhalb von 6 Monaten)

Therapiemöglichkeiten beim Hodgkin-Lymphom

Welche Therapien werden zur Behandlung des Hodgkin-Lymphoms bei Erwachsenen angewendet? Wie sind die Heilungschancen (Prognose)?

  • Das Hodgkin-Lymphom gehört zu den gut therapierbaren Krebserkrankungen im Erwachsenenalter. Über 80 % aller Patienten können geheilt werden.
  • Es stehen mehrere Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung, dazu gehören:

    • Chemotherapie
    • Strahlentherapie
    • Kombination aus Strahlen- und Chemotherapie

Welche Möglichkeiten bestehen bei einem Krankheitsrückfall (Rezidiv)?

  • Die Krebserkrankung kann durch erneute Strahlen- oder Chemotherapie behandelt werden.
  • Welche der beiden Therapieformen angewendet wird, hängt davon ab,

    • wie weit sich die Krebserkrankung ausgebreitet hat,
    • welche Erstbehandlung durchgeführt wurde
    • welche Erstbehandlung durchgeführt wurde

Welche Möglichkeiten bestehen, wenn ein Patient mehrfache Krankheitsrückfälle (Mehrfachrezidive) erleidet oder nicht auf die Strahlen- oder Chemotherapie anspricht?

  • Der Einsatz einer hochdosierten Chemotherapie (Hochdosis-Chemotherapie) mit anschließender Übertragung (Transplantation) von Knochenmark oder Blutstammzellen ist möglich.

    • Die Hochdosis-Chemotherapie ist sehr belastend, da nicht nur die Krebszellen, sondern auch das blutbildende Knochenmark zerstört wird.
    • Daher wird nach der Hochdosis-Chemotherapie eine Knochenmark- oder Blutstammzelltransplantation durchgeführt.
    • Der behandelnde Arzt muss die Chancen und Risiken dieses Behandlungsverfahrens sorgfältig abwägen.

  • Kommt eine Hochdosis-Chemotherapie z. B. aufgrund schwerer Begleiterkrankungen nicht in Frage, ist eine Therapie mit sogenannten monoklonalen Antikörpern – Eiweißmolekülen, die sich gegen spezifische Merkmale des Tumors richten – möglich.
  • Für bestimmte Patienten, die nicht auf etablierte Therapien ansprechen oder langfristig einen Krankheitsrückfall erleiden, bieten immunonkologische Therapien unter bestimmten Voraussetzungen eine Erweiterung des Behandlungsspektrums.

In diesem Video erfahren Sie, wie immunonkologische Therapien wirken und wie die Krebszellen mit dem körpereigenen Immunsystem bekämpft werden können.

Weitere Informationen finden Sie auch unter www.krebshilfe.de, www.krebsinformationsdienst.de sowie www.lymphome.de.

Bildquelle: © Minerva Studios_shutterstock.com