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Was ist HIV?

Was ist HIV?

HIV - Eine Einführung

Die Abkürzung HIV steht für die englische Bezeichnung „Human Immundeficiency Virus" (menschliches Immunschwäche-Virus). Eine Infektion mit diesem Virus aus der Familie der Retroviren ist die Ursache für die Immunschwächekrankheit Aids (Acquired Immune Deficiency Syndrome/erworbenes Immunschwächesyndrom). Die Erkrankung Aids wurde erstmals 1981 als neues Krankheitsbild beschrieben. HIV, den Erreger der Erkrankung, identifizierte man erstmals 1983. 

Nach der HIV-Infektion verbleibt der Erreger lebenslang im Körper. Bisher gibt es weder eine Schutzimpfung noch ist die HIV-Infektion heilbar. Durch rechtzeitige und konsequente antiretrovirale Therapie (ART) können Infizierte über viele Jahre und Jahrzehnte mit HIV leben. Eine schwere Immunschwäche kann damit verhindert werden. So ist die mittlere Lebenserwartung von HIV-Infizierten bei gut ansprechender Therapie mittlerweile vergleichbar zu der von nicht HIV-Infizierten.

Von Aids spricht man erst, wenn es zu einer spezifischen Kombination von Symptomen kommt, bei der sich das HI-Virus so stark vermehrt und das Immunsystem so stark schwächt, dass sogenannte Aids-definierende Erkrankungen auftreten. Dazu gehören vor allem opportunistische Infektionen, mit denen gesunde Menschen normalerweise keine ernsten Probleme haben, die aber bei Aids-Kranken langfristig zum Tode führen.

Auf und ab der HIV-Neuinfektionen

Die Zahl der Menschen, die sich jedes Jahr neu mit HIV infizieren, stieg zunächst stark an und erreichte Mitte der 1980er die höchsten Werte. Nach einem deutlichen Rückgang der HIV-Neuinfektionen bis zum Ende der 1990er Jahre erfolgte von 2000 bis circa 2006 wieder ein deutlicher Anstieg mit einer Plateaubildung ab 2006. Seit 2010 scheinen sich aber wieder mehr Menschen neu mit HIV zu infizieren.

In Deutschland haben vor allem drei Bevölkerungsgruppen ein hohes Risiko für eine HIV-Infektion:

  • Männer mit gleichgeschlechtlichen Sexualkontakten 
  • Personen mit Herkunft aus Ländern mit hoher Verbreitung von HIV in der Allgemeinbevölkerung. Hierzu zählen alle Länder im südlichen Afrika, große Teile der Karibik und einige Länder in Südostasien
  • Personen, die Drogen intravenös konsumieren