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Verträgliche HIV-Therapie - warum?

Verträgliche HIV-Therapie - warum?

Die antiretrovirale HIV-Therapie

Die Medikamente gegen HIV wirken nur dann richtig, wenn sie regelmäßig zum vorgeschriebenen Zeitpunkt eingenommen werden. Bei manchen Medikamenten sind auch Ernährungsvorschriften zu beachten. Sie müssen zum Beispiel auf nüchternen Magen oder mit einer Mahlzeit eingenommen werden.

Werden diese Einnahmevorschriften nicht eingehalten, die Tabletten zum Beispiel seltener oder in niedrigerer Dosierung eingenommen, können sie ihre Wirksamkeit verlieren. Denn wenn zu wenige von den Wirkstoffen im Körper ankommen, kann sich HIV wieder vermehren. Und nicht nur das: Es können Resistenzen entstehen, sodass die Therapie gar nicht mehr wirkt. Die Konsequenz lautet daher: Ganz oder gar nicht!

Verträgliche Therapie wird eher beibehalten

Wer mit der antiretroviralen Therapie beginnt, muss sich darüber im Klaren sein, dass die Therapietreue (auch Compliance oder Adhärenz genannt) der Schlüssel zum Erfolg der Therapie ist. Einmal begonnen, sollte die Therapie dauerhaft, vermutlich lebenslang fortgeführt werden. Die Medikamente können nicht einfach abgesetzt werden, wenn es einem besser geht oder eventuell Nebenwirkungen auftreten.

Nebenwirkungen oder die Angst vor Nebenwirkungen sind ein häufiger Grund, warum Patienten die Therapie nicht nach Vorschrift einnehmen. Daher sollte dieses Thema auch beim Gespräch mit dem Arzt nicht ausgeklammert werden. Wer Schwierigkeiten hat, seine Pillen regelmäßig einzunehmen, sollte darüber mit seinem Arzt sprechen. Manchmal gibt es Möglichkeiten, auf andere Medikamente umzusteigen, die besser verträglich sind.

Eine gut verträgliche Therapie ist auch deshalb wichtig, weil immer mehr HIV-Patienten in ein Alter kommen, in dem ihre Organe entweder durch weitere Erkrankungen oder durch das fortschreitende Alter selbst in ihrer Funktion eingeschränkt sind. Eine zusätzliche Belastung durch bestimmte antiretrovirale Medikamente sollte, wenn möglich, vermieden werden.