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HIV: Infektion

HIV: Infektion

Die drei Stadien der HIV-Infektion

  • Akute Phase (Dauer: selten länger als vier Wochen)
  • Chronische Phase, überwiegend ohne Symptome
  • Aids

Abb.: Unbehandelter, natürlicher Verlauf der HIV-Infektion; (Viruslast = Virusmenge im Blut, CD4-Zellen = spezielle Immunzellen. Die Menge der CD4-Zellen dient als Maß für die Abwehrkraft des Immunsystems). Erstellt von MSD nach Hoffmann C., Rockstroh J., HIV 2016/2017, Medizin Fokus Verlag.

Tückisch: Infektion bleibt lange unauffällig

Kurze Zeit nach der Ansteckung vermehrt sich das Virus rasant, gleichzeitig nimmt die Zahl der T-Helferzellen (CD4-Zellen) ab, da diese von HIV befallen und zerstört werden. In dieser akuten Phase der Infektion können - müssen aber keine - grippeähnlichen Symptome auftreten.

Darauf folgt eine chronische Phase, die individuell unterschiedlich lang ist und in der Betroffene normalerweise keine Krankheitszeichen spüren. Die Virusmenge bleibt niedrig, da das Immunsystem das HI-Virus eine gewisse Zeit unter Kontrolle halten kann.

Wenn das nicht mehr gelingt, das heißt wenn sich das Gleichgewicht zwischen Virusvermehrung und Abwehr zugunsten des HI-Virus verschiebt, kommt es zu Erkrankungen infolge des geschwächten Immunsystems.

Diese Erkrankungen, die das Krankheitsbild Aids kennzeichnen, treten im Median 8-10 Jahre nach der Erstinfektion auf. Sie führen ohne hochaktive antiretrovirale Therapie nach individuell unterschiedlich langer Zeit zum Tod.