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Therapiebedingte Risikofaktoren

Therapiebedingte Risikofaktoren

Die bei der Chemotherapie eingesetzten Medikamente (Zytostatika) haben den größten Einfluss auf das Auftreten von Übelkeit und Erbrechen nach Chemotherapie. Es gibt Zytostatika, die fast immer zu Übelkeit und Erbrechen führen und andere, bei denen diese Nebenwirkung in der Regel nicht auftritt.

Art der Chemotherapie

Den wichtigsten Einfluss haben die Medikamente (Zytostatika), die für die Chemotherapie verwendet werden. Für jede Tumorerkrankung gibt es spezielle Medikamente, die besonders gut wirksam sind und die häufig auch miteinander kombiniert werden.

Zytostatika führen in ganz unterschiedlichem Ausmaß zu Erbrechen (Emesis). Es gibt Chemotherapien, die fast immer zu Übelkeit und Erbrechen führen und andere, bei denen diese Nebenwirkung gelegentlich bzw. fast gar nicht auftritt.
Die Auswahl der vorbeugenden Therapie gegen Übelkeit und Erbrechen richtet sich daher vornehmlich nach der verwendeten Chemotherapie. Jedoch werden auch persönliche Risikofaktoren beachtet. Bei einer Kombinations-Chemotherapie mit mehreren Substanzen verstärkt sich das Emesis-Risiko.

Dosierung der Medikamente und Form der Anwendung

Übelkeit und Erbrechen sind auch davon abhängig, ob die Chemotherapie aus einem Medikament besteht oder aus mehreren, und auch davon, in welcher Dosierung die einzelnen Medikamente gegeben werden. Einen Einfluss kann auch die Häufigkeit der Gabe der Chemotherapie besitzen oder die Anwendung als Infusion oder Tablette.

Zeitpunkt des Auftretens

Beim Chemotherapie-bedingten Erbrechen unterscheidet man zwei Phasen in Abhängigkeit vom zeitlichen Auftreten. Akutes Erbrechen tritt am ersten Tag und verzögertes Erbrechen an den Tagen 2 bis 5 nach der Chemotherapie auf.

Je nach Zytostatikum beginnt das Erbrechen zu unterschiedlichem Zeitpunkt und hat ein bestimmtes Verlaufsmuster. Beispielhaft sind hier die Ausprägung und der Zeitverlauf des Erbrechens nach Cisplatintherapie ohne dem Erbrechen vorbeugende Maßnahmen dargestellt. Bei anderen Zytostatika, beginnt das Erbrechen erst nach mehreren Stunden, kommt nicht so häufig vor und hält dafür länger an.

Quellen:

Jordan K. et al. Antiemetische Prophylaxe gemäß MASCC- und ASCO-Guidelines. www.onkosupport.de (eingesehen am: 03.09.2015).

Roila F. et al. 2016 MASCC and ESMO guideline update for the prevention of chemotherapy- and radiotherapy-induced nausea and vomiting and of nausea and vomiting in advanced cancer patients. Ann Oncol. 2016;27(suppl 5): v119-v133.

We are Macmillan. Cancer support http://www.macmillan.org.uk/ (Eingesehen am: 01.09.2015).

Forstpointner R. Prophylaxe des chemotherapieinduzierten Erbrechens und der Übelkeit. InFoOnkologie 2010;13(7):39-46.

Jordan K. et al. Antiemese bei medikamentöser Tumortherapie. www.onkopedia.com (eingesehen am: 22.11.2016).

Deutsches Krebsforschungszentrum - Krebsinformationsdienst: Übelkeit und Erbrechen (eingesehen am: 27.01.2016) https://www.krebsinformationsdienst.de/leben/uebelkeit/uebelkeit-index.php.