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Vorbereitung auf Chemotherapie

Vorbereitung auf Chemotherapie

„Es war nicht einfach. Ich wollte das alles ignorieren, doch die Chemotherapie stand an, ob ich nun bereit war oder nicht. Warum also nicht einfach vorbereitet sein?"

Behalten Sie Ihr Lächeln - Zahnpflege

Man würde vermuten, dass eine Chemotherapie direkt den Tumor angreift. Doch auch wenn sie darauf abzielt, kann sie sich auch auf andere Teile des Körpers auswirken. Dies kann zu Nebenwirkungen führen.

Solche Nebenwirkungen können z. B. im Bereich der Zähne und des Zahnfleisches auftreten. Sie sollten sich deshalb vor Beginn der Chemotherapie unbedingt vergewissern, dass alles in Ordnung ist. Vereinbaren Sie einen Termin bei Ihrem Zahnarzt, und informieren Sie ihn über die bevorstehende Chemotherapie. Lassen Sie lieber gleich alles kontrollieren, damit Sie sich später nicht mehr darum kümmern müssen.

Es gibt einige Dinge, die Sie tun können, um sich vor der Chemotherapie um Ihre Zahn- und Mundgesundheit zu kümmern:

  • Vereinbaren Sie einen Kontrolltermin beim Zahnarzt und fragen Sie ihn, ob er irgendwelche Tipps für Sie hat.
  • Putzen Sie nach jedem Essen und vor dem Schlafengehen die Zähne, und benutzen Sie Zahnseide.
  • Verwenden Sie eine Zahnbürste mit weichen Borsten, die Sie vor dem Zähneputzen mit Wasser befeuchten.
  • Meiden Sie säurehaltige Speisen und Getränke (z. B. Orangen und Limonade) sowie heißes oder scharfes Essen.

Denken Sie an Ihre Familienplanung

Eine Chemotherapie kann sich auf die Fruchtbarkeit, d. h. auf die Fähigkeit, Kinder zu bekommen bzw. Kinder zu zeugen, auswirken. Für viele Betroffene ist es sehr schwierig, damit zurechtzukommen. Unabhängig davon, ob Sie bereits Kinder haben oder sich überhaupt Kinder wünschen, kann diese Nachricht sehr erschütternd sein.

Es ist wichtig, zu klären, ob Ihre Fruchtbarkeit beeinträchtigt werden könnte, damit Sie informiert eine Entscheidung hinsichtlich Ihrer Möglichkeiten treffen können. Wenn Sie einen Partner haben, möchten Sie diesen Punkt vielleicht gemeinsam besprechen. Zögern Sie nicht, Ihr Onkologieteam um Rat und nach weiteren Informationen zu fragen.

Auch wenn einige Medikamente bei manchen Patienten zur Unfruchtbarkeit führen können, müssen Sie und Ihr Partner während der gesamten Chemotherapie und einige Zeit danach dennoch verhüten. Der Grund: Die Medikamente können durch die Mutter oder den Vater an ein ungeborenes Kind weitergegeben werden – bereits bei der Zeugung oder in der Schwangerschaft.

Frauen
Männer

Nebenwirkungen einer Chemotherapie meistern

Eine Chemotherapie greift in erster Linie die Krebszellen an. Doch leider kann sie auch gesunde Zellen in Mitleidenschaft ziehen und dadurch unangenehme Nebenwirkungen verursachen. Gesunde Zellen werden normalerweise nur vorübergehend geschädigt, und die meisten Nebenwirkungen klingen nach der Chemotherapie ab.

Bestimmte Bereiche des Körpers reagieren besonders empfindlich auf eine Chemotherapie und sind daher besonders anfällig für Nebenwirkungen:

  • das Knochenmark (dort werden die Blutzellen gebildet)
  • die Haarfollikel
  • die Mundschleimhaut
  • das Verdauungssystem

Mit welchen Nebenwirkungen Sie rechnen müssen, hängt von Ihrem Medikament bzw. Ihrer Kombination von Medikamenten ab. Bei einer Chemotherapie denkt man oft an Haarausfall und Übelkeit, doch nicht alle Patienten sind davon betroffen. Fragen Sie Ihr Onkologieteam, auf welche Nebenwirkungen Sie sich einstellen sollten.

Es ist wichtig zu wissen, dass Sie die Nebenwirkungen einer Chemotherapie nicht als unvermeidlich hinnehmen müssen. Es gibt mittlerweile sehr gute Möglichkeiten, um Nebenwirkungen zu mindern oder ihnen vorzubeugen.

Dadurch dass wir die Nebenwirkungen nun besser kontrollieren können, fällt vielen Patienten der Umgang mit der Chemotherapie leichter. Auf den folgenden Seiten finden Sie Tipps, wie Sie die häufigsten Nebenwirkungen einer Chemotherapie besser bewältigen können. Sprechen Sie auch mit Ihrem Onkologieteam. Es wird Ihnen mit Rat und Tat zur Seite stehen.

Vergessen Sie bei all dem nie, warum Sie die Chemotherapie machen.

Tipps bei Beschwerden im Mund
Verdauungsprobleme? Passen Sie Ihre Ernährung an!
Tipps bei Veränderung des Appetits und Geschmacksinns
Tipps bei Haut- und Nagelproblemen
Tipps bei Veränderungen im Blutbild
Tipps bei Haarausfall

Tipp: Halten Sie die Nebenwirkungen in einem Tagebuch fest. So können Sie bald Muster erkennen und wissen, wann Sie womit rechnen müssen. Außerdem können Sie das Onkologieteam so besser über Ihre Nebenwirkungen informieren und sich von ihm helfen lassen. Fragen Sie das Pflegepersonal nach dem Patiententagebuch.

Weitere mögliche Nebenwirkungen einer Chemotherapie

Sie wissen wahrscheinlich, dass eine Chemotherapie noch weitere Nebenwirkungen hervorrufen kann. Dies hängt sehr stark von der Krebserkrankung und der Behandlung ab. Sie sollten über die möglichen Nebenwirkungen Bescheid wissen, damit Sie sie rechtzeitig erkennen und Ihr Onkologieteam darüber informieren können.

Wenn bei Ihnen z. B. folgende Nebenwirkungen auftreten, sprechen Sie bitte mit Ihrem Onkologieteam (oder mit einer anderen medizinischen Fachkraft), damit Ihnen geholfen werden kann:

  • Probleme mit den Augen (z. B. trockene oder juckende Augen)
  • Hörprobleme
  • Flüssigkeitsansammlungen, aufgetriebener Leib
  • Probleme mit dem Gedächtnis und der Konzentration
  • Taubheit oder Kribbeln in den Händen oder Füßen
  • Nieren- und Blasenprobleme (häufiges oder schmerzhaftes Wasserlassen)