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Die richtigen Worte finden

Die richtigen Worte finden

Es fällt niemandem leicht, der Familie und den Freunden zu erzählen, dass man Krebs hat. Was soll ich sagen? Wem soll ich es sagen? Das sind schwierige Fragen – vor allem, wenn Sie sich selbst noch nicht über Ihre Gefühle im Klaren sind.

Warum muss ich darüber sprechen?

Denken Sie daran, warum Sie darüber sprechen müssen: Der Weg, der vor Ihnen liegt, wird viel leichter sein, wenn Ihre Familie und Ihre Freunde Ihnen zur Seite stehen.

Nehmen Sie sich Zeit. Warten Sie, bis Sie bereit sind. Erzählen Sie Ihren Freunden und Ihrer Familie von Ihrer Erkrankung. So können sie Sie besser durch die schwierige Zeit begleiten. Sprechen Sie mit ihnen über Ihre Ängste und Sorgen, um Kraft zu schöpfen und zu lernen, besser mit der Situation umzugehen.

Wie werden sie reagieren?

Vermutlich wird jeder, dem Sie von Ihrer Krebserkrankung erzählen, anders reagieren.

Einige werden vielleicht gar nichts sagen – aus Angst, nicht die richtigen Worte zu finden oder Sie traurig zu stimmen. Andere werden aufgeschlossen sein und viele Fragen stellen. Vielleicht werden sich einige in Ihrer Gegenwart plötzlich anders verhalten, vermutlich weil es ihnen unangenehm ist, über den Krebs zu sprechen.

Alle werden etwas Zeit brauchen, um sich an die neue Situation zu gewöhnen und unbefangener über Ihre Erkrankung sprechen zu können. Mit der Zeit werden Sie sehen, dass die meisten verständnisvoll, mitfühlend und freundschaftlich reagieren. Halten Sie Ihre Familie und Ihre Freunde auf dem Laufenden und seien Sie offen für Fragen – so werden Sie die Situation gemeinsam besser bewältigen.

Wie erzähle ich es ihnen am besten?

Jemandem zu sagen, dass man Krebs hat, ist nie einfach. Einen richtigen oder falschen Weg gibt es nicht. Jeder Mensch ist anders. Deshalb müssen Sie den Weg finden, bei dem Sie sich am wohlsten fühlen.

Einige Punkte, die Sie sich im Vorfeld überlegen können:

  • Einen geeigneten Rahmen schaffen. Reden Sie in einer ruhigen Atmosphäre (nicht etwa bei laufendem Fernseher), in der sich beide wohl fühlen.
  • Behutsam vorgehen. Statt direkt zu sagen, dass Sie Krebs haben, leiten Sie das Gespräch z. B. so ein: „Es fällt mir nicht leicht, aber ich muss dir etwas sagen."
  • Den besten Weg wählen. Manchem fällt ein Telefonat oder ein Brief leichter als ein direktes Gespräch.
  • Eine Information nach der anderen. So kann der andere die Nachricht besser verarbeiten. Versichern Sie sich immer wieder mal, dass er alles verstanden hat, bevor Sie fortfahren.
  • Das Schweigen des anderen akzeptieren. Ein Schweigen als Reaktion ist völlig normal. Zusammensitzen oder die Hand des anderen halten – manchmal genügt das schon.
  • Nichts vormachen. Wenn der andere sehr betroffen ist, sind Sie vielleicht versucht, Ihre Situation herunterzuspielen, um ihn zu schonen. Es dürfte aber noch schlimmer sein, wenn er später herausfindet, wie es Ihnen wirklich geht.

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