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Was ist Diabetes mellitus?

Was ist Diabetes mellitus?

Diabetes mellitus - Eine Einführung

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung. Betroffene haben zu viel Glukose (Zucker) im Blut und scheiden daher auch Zucker mit dem Urin aus. Im Volksmund spricht man deshalb auch von der Zuckerkrankheit. Je nach Ursache der Überzuckerung oder Hyperglykämie, so der Fachbegriff, unterscheidet man verschiedene Diabetesformen, z. B. den Typ-1- und den Typ-2-Diabetes.

An Typ-1-Diabetes erkranken vor allem Kinder und Jungendliche und wurde deshalb früher auch Jugenddiabetes genannt
Blutzuckermessung Kind

Am weitesten verbreitet ist Typ-2-Diabetes. Etwa 80 bis 90 Prozent aller Diabetiker haben diese Erkrankungsform, die früher auch als ‚Altersdiabetes’ bezeichnet wurde. Typischerweise erkranken Menschen in höherem Lebensalter an Typ-2-Diabetes. Zunehmend sind aber auch jüngere Erwachsene sowie zum Teil auch Kinder und Jugendliche betroffen. Übergewicht und ein Mangel an körperlicher Bewegung begünstigen die Erkrankung.

Am Typ-1-Diabetes erkranken vor allem Kinder und Jugendliche. Aus diesem Grund wurde diese Diabetesform früher auch ‚Jugenddiabetes’ genannt. Etwa drei  von 1.000 Kindern bekommen diese Erkrankung.

Zu viel Zucker im Blut, zu wenig in den Zellen

Diabetes mellitus ist eine chronische Stoffwechselerkrankung bei der die Betroffenen zu viel Glukose im Blut haben.
Ärztliche Untersuchung

Gemeinsames Merkmal beider Krankheitsformen ist der zu hohe Blutzuckerspiegel. Der Grund dafür ist, dass der Körper entweder kein Insulin mehr produziert (Typ-1-Diabetes) oder es nur noch unzureichend produziert und es nicht mehr ausreichend nutzen kann (Typ-2-Diabetes). Das Hormon Insulin sorgt dafür, dass die Glukose im Blut in die Körperzellen transportiert und dort in Energie umgewandelt werden kann. Glukose ist unser Hauptenergielieferant, er steckt in allen stärke- und zuckerhaltigen Lebensmitteln und Getränken. Fehlt Insulin, gelangt nicht genug Blutzucker in die Zellen, wo er gebraucht wird. Stattdessen häuft er sich im Blut an und verursacht eine Reihe von Problemen.

Der Mangel an Insulin hat je nach Krankheitsform verschiedene Ursachen. Beim Typ-1-Diabetes zerstört das körpereigene Immunsystem die insulinproduzierenden Zellen in der Bauchspeicheldrüse, bis sie nur noch sehr wenig oder gar kein Insulin mehr freisetzt. Warum sich das Immunsystem gegen den eigenen Körper richtet, ist bisher nicht bekannt. Typ-1-Diabetiker müssen sich mehrmals täglich Insulin spritzen.

Das Hormon Insulin hat eine Schlüsselrolle

Die Behandlung mit Insulin ist beim Typ-2-Diabetes in der Mehrzahl der Fälle zunächst nicht zwingend erforderlich.

Die Behandlung mit Insulin ist beim Typ-2-Diabetes in der Mehrzahl der Fälle und im Frühstadium der Erkrankung zunächst meist nicht zwingend erforderlich. Denn es liegt hier in der Regel kein absoluter Insulinmangel vor, sondern primär ein Problem des Ansprechens der Körperzellen auf Insulin. Typisch für den Typ-2-Diabetes ist, dass die Blutzuckerwerte erhöht sind, obwohl die Bauchspeicheldrüse zunächst noch genügend Insulin abgibt. Muskel-, Leber- und Fettzellen werden jedoch aufgrund der dauerhaft erhöhten Blutzuckerspiegel unempfindlicher gegenüber Insulin, sie werden insulinresistent. Die Bauchspeicheldrüse hält dagegen und produziert noch mehr Insulin. Irgendwann kann sie die fehlende Insulinsensitivität der Körperzellen jedoch nicht mehr kompensieren.

Erbliche Faktoren sowie Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel sind Risikofaktoren für Diabetes mellitus.
Diabetes-Risiko

Warum es dazu kommt, ist nicht abschließend geklärt. Erbliche Faktoren sowie Übergewicht, Fehlernährung und Bewegungsmangel spielen eine Rolle.