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Blutzuckerwerte

Blutzuckerwerte

Diabetes mellitus? Lassen Sie sich rechtzeitig testen!

Ob Sie einen Diabetes mellitus haben, kann Ihr Arzt mit einer Blutzuckermessung feststellen. Als Nachweis für die Zuckerkrankheit gelten folgende Grenzwerte (im venösen Plasma): 

  • Ab einem Nüchtern*-Blutzuckerwert von: 126 mg/dl (7,0 mmol/l) oder höher
  • Ab einem Gelegenheits-Blutzuckerwert (nicht nüchtern) von: 200 mg/dl (11,1 mmol/l) und höher
  • Ab einem HbA1c-Wert von: 6,5% (≥48 mmol/ml) oder höher

* nüchtern = mindestens achtstündiges nahrungsfreies Intervall

Weiterhin besteht die Möglichkeit, die Diagnose bei unzureichend aussagefähigen Blutzuckerwerten über einen sogenannten oralen Glukosetoleranztest (oGTT) zu stellen. Bei diesem Zuckerbelastungstest trinkt der Patient auf nüchternen Magen eine bestimmte Menge Zuckerlösung. Davor, nach ein und zwei Stunden wird der Blutzucker bestimmt. Ein Diabetes liegt vor, wenn der Zweistundenwert 200 mg/dl (11,1 mmol/l) oder mehr beträgt.

Langzeitblutzucker HbA1c

HbA1c ist die Kurzform für Hämoglobin A1c. Dieser Wert erlaubt Rückschlüsse auf den durchschnittlichen Blutzuckerwert der vergangenen zwei bis drei Monate. Er wird daher auch als Langzeitblutzuckerwert bezeichnet. Je länger während der zurückliegenden 10 bis 12 Wochen der Blutzuckerspiegel erhöht war und je höher diese Blutzuckerkonzentrationen waren, desto höher ist der HbA1c-Wert, welcher gewöhnlich in Prozent angegeben wird.

Die Fachgesellschaften empfehlen den HbA1c-Wert unter 7,0 % zu senken, um das Risiko für diabetische Folgeschäden zu vermindern.
Messung der Blutzuckerwerte

Den HbA1c-Wert misst der Arzt aber nicht nur, um einem Diabetes-Verdacht nachzugehen, sondern vor allem auch um die Therapie zu kontrollieren.

Kontrolle des Blutzuckers

Die Fachgesellschaften empfehlen den HbA1c-Wert auf einen Zielwert zwischen 6,5 % und 7,5 % zu senken, um das Risiko für diabetische Folgeschäden zu vermindern. Gleichzeitig machen sie deutlich, dass die Behandlungsziele individuell festgelegt werden müssen. Bei manchen Personen ist es sinnvoll, weniger strenge Zielwerte anzustreben. Hierzu zählen zum Beispiel Menschen, die leicht in eine Unterzuckerung geraten. Wo Ihr individueller HbA1c-Zielwert liegen sollte, entscheiden Sie zusammen mit Ihrem Arzt. Je näher Sie an Ihren Zielwerte herankommen, desto besser können Sie es schaffen, Ihren Diabetes zu kontrollieren.

Mit abnehmendem HbA1c-Wert kann auch das Risiko für Folgeschäden an kleinen und großen Blutgefäßen sinken. Die HbA1c-Zielwerte zwischen 6,5 % und 7,5 % sollen angestrebt werden. Orientierungsgrößen für die Blutzuckerwerte sind nüchtern 100 bis 125 mg/dl (5,6 - 6,9 mmol/l) und nach dem Essen (postprandialer Blutzucker) 140 bis 199 mg/dl (7,8 - 11,0 mmol/l). Bei Patienten mit schweren Unterzuckerungen in der Vorgeschichte, fortgeschrittenen Diabeteskomplikationen, umfangreichen Begleiterkrankungen und begrenzter Lebenserwartung können jedoch weniger strenge Zielwerte ins Auge gefasst werden.