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Sport lindert Rhythmusstörungen

Dr. Rajeev Pathak von der Universität Adelaide und sein Team führten die Studie CARDIO-FIT durch und fanden heraus, dass es einen positiven Einfluss durch körperliche Fitness und Gewichtsverlust auf die Symptomatik des Vorhofflimmerns gibt.

Die 308 übergewichtigen Teilnehmer wurden je nach Fitnesszustand in Gruppen (überdurchschnittlich, angemessen und schlecht) eingeteilt. Im ersten Teil der Studie wurden die durch Vorhofflimmern verursachten Beschwerden mithilfe eines Fragebogens ermittelt und ein durchgehender Sinus-Rhythmus durch ein Langzeit-EKG über 7 Tage festgestellt. Um ihre Fitness während der Studie zu verbessern, trainierten die Patienten wöchentlich 60 bis 200 Minuten Kraft und Ausdauer in drei bis fünf strukturierten Einheiten mit niedriger bis mäßiger Intensität.

Gegen Studienende wurde in der Auswertung zwischen Patienten unterschieden, die ihre Ausdauer um weniger und mehr als 2 MET (Metabolic Equivalent of Task) verbessert haben. Zu den Patienten, die ihre Fitness um mehr als 2 MET verbesserten, gehörten diejenigen, die 3 bis 12 kg Gewicht verloren und den Blutdruck stark senkten (systolisch -10 bis -14 mmHg). Die Anzahl benötigter Antihypertensiva nahm ab und Lipid-, sowie Glucosestoffwechselwerte verbesserten sich. Außerdem hatten sie weniger kardiale Beschwerden und eine gesteigerte Lebensqualität. 61 Prozent dieser Patientengruppe waren beschwerdefrei und es konnte im 7-Tages-EKG kein Vorhofflimmern nachgewiesen werden. Im Vergleich war dies nur bei 18 Prozent der Patienten mit einen geringem Trainingserfolg der Fall. 

Laut Pathak reduziert sich das Risiko für das Wiederauftreten der Rhythmusstörung um 12 Prozent in der Gruppe mit Fitnesszuwachs um 1 MET. Infolgedessen sei der Erfolg bei Teilnehmern, die ihre Fitness um mehr als 2 MET erhöhten und ihr Gewicht um 10 Prozent reduzierten, am stärksten. Diese blieben im weiteren Verlauf bis zu 76 Prozent von Vorhofflimmern verschont. Patienten, die 10 Prozent an Gewicht verloren, aber keinen Fitnesszuwachs nachweisen, blieben zu 44 Prozent verschont. Fand keine Gewichtsreduzierung, aber ein Fitness-Gewinn statt, verbesserte sich die Aussicht auf ein Ausbleiben des Vorhofflimmerns von 13 auf 17 Prozent.

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