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Deutsche Herzstiftung: soziale Unterschiede gehen aufs Herz

Während in Sachsen-Anhalt jedes Jahr 99 von 100.000 Einwohnern an akutem Herzinfarkt sterben, sind es in Schleswig-Holstein nur 43. Grund dafür könnten die sozialen Unterschiede in den Bundesländern sein.

Die Deutsche Herzstiftung befasste sich im Deutschen Herzbericht 2015 mit den Ursachen für die unterschiedlich hohe Sterblichkeit durch Herzinfarkte. Da medizinische und demographische Gründe ausscheiden, bleibt als einzige plausible Erklärung das soziale Gefälle in Deutschland übrig. Die Bundesländer, die bei der Häufigkeit der Herzerkrankungen schlecht abschnitten, sind gleichzeitig jene mit der höchsten Arbeitslosigkeit und dem geringsten Anteil von Menschen mit einem höheren Bildungsabschluss.

Insbesondere Sachsen-Anhalt schneidet im deutschlandweiten Vergleich schlecht ab: Adipositas, metabolisches Syndrom, Diabetes und Hypertonie seien hier besonders häufig. Zudem werde mehr geraucht und weniger Sport getrieben.

Das Fazit der deutschen Herzstiftung: Einerseits müssten die Ärzte die Risikofaktoren noch besser erkennen und konsequenter behandeln, andererseits sei Prävention nicht nur Sache der Ärzte. Weniger Arbeitslosigkeit und bessere Bildung könnten ebenso zur Besserung beitragen.

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